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Aktuell Asien

Eine Tote bei landesweitem Streik in Bangladesch

Landesweit protestieren in Bangladesch Menschen gegen die Festnahmen von Oppositionsaktivisten. Die Polizei setzte Tränengas und Schrotgewehre ein, eine Frau wurde getötet.

Eine Lehrerin sei während der Proteste der Opposition im Süden Bangladesch getötet worden, teilte die Polizei mit. Demonstranten hätten mit Steinen einen Kleinbus angegriffen, in dem die 37-Jährige 125 Kilometer südlich der Hauptstadt Dhaka unterwegs war. Die Frau wurde demnach von einem Stein am Kopf verletzt und starb im Krankenhaus. In Dhaka ging die Polizei mit Tränengas und Schrotgewehren gegen Demonstranten vor. Vier Menschen wurden verletzt.

Die oppositionelle Bangladesh Nationalist Party (BNP) und 19 weitere Organisationen, unter ihnen islamistische Gruppen, hatten für diesen Montag zu einem landesweiten Streik aufgerufen, um gegen die Festnahme von Oppositionsaktivisten zu protestieren. Die Straßen in Dhaka sind menschenleer. Büros und Schulen bleiben geschlossen.

Jahrestag der umstrittenen Parlamentswahl

Laut BNP-Sprecherin Rizvi Ahmed wurden seit Mittwoch mindestens 400 Parteimitglieder und Unterstützer festgenommen, um Proteste anlässlich des Jahrestags der Parlamentswahl am 5. Januar zu verhindern. Mehrere Oppositionsparteien hatten damals zum Boykott der Abstimmung aufgerufen. Hintergrund war eine Änderung des Wahlsystems, die Premierministerin Sheikh Hasina gegen den Widerstand der Opposition durchgesetzt hatte. Hasinas Partei gewann bei der von Gewalt überschatteten Wahl 80 Prozent der Parlamentssitze.

ab/cr (afp, dpa)