1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Sprachbar

Eine Prüfung ist schon eine Prüfung!

Von Geburt an begleitet sie uns: die Prüfung. Herauszufinden, ob jemand etwas kann oder ob die Dinge so sind, wie sie sein sollen oder erscheinen, ist manchmal nicht leicht.

Audio anhören 05:26

Eine Prüfung ist schon eine Prüfung!

Es gibt zwei Sorten von Menschen: die einen machen etwas, die anderen prüfen das, was die einen gemacht haben. Das Leben ist voll von Prüfungen. Manche sagen sogar, das Leben selbst sei eine einzige Prüfung. Doch wer überprüft die Prüfer – und was prüfen die überhaupt?

Kleine Kinder, kleine Prüfungen

Buchstaben auf einem Teller © Yantra #34539694

Schon bei der Einschulung wird Wissen abgefragt – da sind die Buchstaben noch Nebensache

Fangen wir direkt nach der Geburt an: Da sehen wir einen Kinderarzt, der die Reflexe des Neugeborenen überprüft und vielleicht eine Hebamme, die die Windel öffnet, um dort den Stuhl zu prüfen.

Diese Prüfung ist ein Sonderfall der Untersuchung. „Etwas untersuchen“ heißt, etwas herausfinden wollen, „etwas prüfen“ oder „überprüfen“ heißt, herausfinden wollen, ob etwas so ist, wie es sein soll.

Die nächste „große“ Prüfung lauert dann nach spätestens fünf Jahren: die Einschulungsprüfung. Mit einer Liste von Prüfkriterien sitzt die Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes dem Kindergartenkind gegenüber – oder soll man hier schon Prüfling sagen? – und hakt ab, ob es in ganzen Sätzen spricht, Hand und Auge koordinieren kann oder in der Lage ist, ein Bild zu beschreiben.

Nur keine Prüfungsangst

Und dann geht’s weiter. In Schule und Ausbildung lauern alle erdenklichen Arten von Prüfungen: Da gibt es die Klassenarbeit, die später zur Klausur wird.

Ein Mädchen sitzt gebeugt über ihrem Heft Foto: © Moritz Wussow

Die Schulzeit: eine Klassenarbeit nach der anderen!

Oder den Test, der nicht ganz so wichtig ist, aber gerne mal aus heiterem Himmel über die Klasse hereinbricht. Am Ende des Schuljahres steht dann das Zeugnis, eine Art Prüfungsprotokoll.

Wer es dann mit viel Prüfungsvorbereitung bis zum Abitur, der Reifeprüfung, geschafft hat, der kann erst einmal froh sein, wenn er oder sie im Laufe der Schulzeit keine Prüfungsangst entwickelt hat.

Bestehen oder Vergeigen

Doch das Prüfen hört nicht auf. Wer Auto fahren will, muss eine Fahrprüfung bestehen. Wer zur Universität möchte oder eine Ausbildung beginnen will, muss – bevor es richtig losgeht – manchmal eine Aufnahmeprüfung machen. Und am Ende steht natürlich die wichtigste Prüfung: das Examen, die Abschlussprüfung.

Eine Fahrschülerin zeigt an der Tafel, wer Vorfahrt hat Foto: Hubert Link +++(c) dpa -

Bei der Theorie versagen mehr Fahrschüler als in der Praxis

Die kann man erfolgreich bestehen, oder aber mit Pauken und Trompeten durchfallen, sie vergeigen, verhauen oder versemmeln. Das Ergebnis bleibt dasselbe: Man hat’s nicht geschafft!

Für Handwerker gibt es etwas typisch Deutsches: die Gesellenprüfung oder die Meisterprüfung.

Der Aufstieg der Prüfer

Geprüft wird immer mehr. Jede Firma, die etwas auf sich hält, lässt sich zertifizieren. Und ein Zertifikat ist schließlich nichts anderes als eine Bescheinigung, dass man eine Prüfung bestanden hat – zum Beispiel, dass man auch wirklich das tut, was man sagt und nicht nur sagt, dass man etwas tut. Ja, das ist kompliziert, aber davon leben Hunderttausende von Prüfern aller Art.

Taschenrechner, Ordner und Stift liegen auf dem Tisch

Steuerprüfungen sind für viele ein Alptraum

Es gibt unendlich viele Normen und Gesetze in Deutschland. Und deren Einhaltung muss natürlich überprüft werden. Finanzämter beschäftigen Steuerprüfer, um herauszufinden, ob dem Staat keine Einnahmen entgehen, weil bei Steuererklärungen getrickst wird.

Und jedes größere Unternehmen beschäftigt Wirtschaftsprüfer, die unter anderem prüfen, ob die Buchführung stimmt.

Das Leben als Prüfung

Und dann gibt es noch die von manchen Menschen als „große Prüfung“ empfundenen Lebenssituationen. Egal, ob es sich um eine schwere Krankheit handelt oder auch einen Schicksalsschlag wie den Tod eines geliebten Menschen. Sie gelten als Prüfungen, die einem zum Beispiel von Gott auferlegt wurden.

Und was prüft er? Charakterfestigkeit? Geduld? Möglicherweise den Glauben an ihn selbst? Die Antwort werden wir wohl nie erfahren. Manchmal kann man Leute sogar seufzen hören: „Das Leben ist eine einzige Prüfung!“

Geprüft und für gut befunden?

Oh je! Ein prüfender Blick auf die Uhr. Es ist höchste Zeit. Der Text muss weggeschickt werden, die Redakteurin wartet. Und was macht die? Natürlich prüfen!




Arbeitsauftrag
Zettel unter dem Kopfkissen, Gedächtnistraining, gutes Frühstück oder viel Kaffee: Wie bereitet ihr euch auf eine Prüfung vor und wie übersteht ihr sie? Schreibt eure besten Tipps auf und tauscht sie in eurer Lerngruppe untereinander aus.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema

Downloads