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"Frauenfeindlich und vulgär"

Eine Million Unterschriften gegen Trump-Besuch bei der Queen

Die Einladung an US-Präsident Trump nach Großbritannien steht: Aber immer mehr Briten wollen der Queen das ersparen. Der von Trump verhängte Einreisestopp für Muslime befeuert die Kampagne zusätzlich.

"Donald Trumps gut dokumentierter Frauenhass und seine Vulgaritäten disqualifizieren ihn, von ihrer Majestät der Queen oder dem Prinzen von Wales (Prinz Charles) empfangen zu werden". Über eine Million Briten fordern in einer Online-Petition, ihrer Monarchin Elizabeth II. ein Treffen mit dem umstrittenen neuen Präsidenten der USA zu ersparen. Donald Trump solle zwar einreisen dürfen, aber nicht die Ehre eines offiziellen Empfangs bekommen, heißt es auf der Petitions-Webseite des britischen Parlaments.

Kein roter Teppich für den Rüpel Trump 

Mehrere britische Oppositionspolitiker forderten daraufhin, den geplanten Staatsbesuch vorerst abzusagen. Zusätzlich angeheizt wurde die Kampagne durch den von Trump verhängten Einreisestopp gegen Menschen  aus muslimischen Staaten. "Ich glaube, wir sollten sehr deutlich machen, dass wir extrem unzufrieden darüber sind, und ich glaube, es wäre total falsch, wenn er hierher kommen würde, solange das andauert", sagte Labour-Chef Jeremy Corbyn dem Sender ITV. Auf Twitter schrieb Corbyn: "Theresa May, wir werden nicht nachgeben, sagen Sie den Staatsbesuch ab und verurteilen Sie das Einreiseverbot für Muslime". Auch Londons Bürgermeister Sadiq Khan von der Labour-Partei sprach sich dafür aus, Trumps Staatsbesuch aufzuschieben. "Solange dieses Verbot besteht, sollten wir Präsident Trump keinen roten Teppich ausrollen", sagte Khan dem Nachrichtensender Sky News.

Von Regierungsseite hieß es in einer ersten Reaktion, die Petition habe keinen Einfluss auf die Einladung an Trump. Doch der Druck auf Premierministerin Theresa May, ihre politische Nähe zu dem neuen US-Präsidenten aufzugeben, wächst.

Treffen mit dem US-Präsidenten - May bei Trump (Reuters/C. Barria)

Lächelten vor der Presse in Washington über einige Streitfragen hinweg: Premierministerin May (l.) und Präsident Trump

May war als erster ausländischer Staatsgast unter Trump im Weißen Haus empfangen worden. Bei dem Besuch in Washington am vergangenen Freitag hatte May die "besondere Beziehung" zu den USA betont und im Namen von Königin Elizabeth II. eine Einladung an Trump ausgesprochen. Und der US-Präsident nahm an. 

 

SC/ww (afpe, dpa)

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