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Wirtschaft

Eine Million Millionäre …

… gibt es allein in Deutschland - genau: 1.198.700. Das hat die Beratungsgesellschaft Capgemini errechnet. Ihr World Wealth Report 2016 zeigt, dass es im asiatisch-pazifischen Raum die meisten Reichen gibt.

Um ein Millionär zu sein, der in den Statistiken der größten europäischen Beratungsgesellschaft Capgemini auftaucht, sollte man schon mehr als eine Million US-Dollar im Jahr verdienen - man sollte eher mehr als eine Million Dollar übrig haben. Denn nur wer über ein solches "Anlagevermögen" verfügt, genügt den Kriterien von Capgemini, um als Reicher mitgezählt zu werden. Im Unternehmensjargon werden sie als HNWI (High Net Worth Individuals) bezeichnet.

Davon gibt es laut Capgemini in Deutschland fast 1,2 Million, das sind 5,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Weltweit waren es, so steht es im heute veröffentlichten World Wealth Report, 15,36 Millionen Millionäre, denen ein Anlagevermögen von rund 58,7 Billionen US-Dollar zur Verfügung steht.

Global betrachtet ist die Zahl der Reichen im vergangenen Jahr um 4,9 Prozent gestiegen. Der Zuwachs ihres Vermögens liegt bei vier Prozent und ist damit, laut Capgemini, "nur moderat angestiegen". Seit 1996 hat sich das Vermögen der HNWI weltweit vervierfacht.

Die Asiaten stürmen davon

Erstmals in der inzwischen zwanzigjährigen Geschichte des World Wealth Report führt in diesem Jahr der asiatisch-pazifische Raum das Ranking an: Sowohl bei der Zahl der Reichen, als auch bei der Größe ihrer Vermögen liegen sie im Wohlstandsranking nun vor allen anderen Weltregionen. Die Vermögen in Fernost sind 2015 um fast zehn Prozent gewachsen, das ist rund viermal so stark wie in Nordamerika, wo nur ein Wachstum von 2,3 Prozent gemessen wurde.

Südamerika ist im globalen Wohlstandswettbewerb allerdings noch sehr viel weiter zurückgefallen - vor allem wegen der Krise in Brasilien. In diesem Schwellenland ist im vergangenen Jahr die Zahl der Reichen um acht Prozent und der Wert ihrer Vermögen um rund sechs Prozent gesunken.

Goldene Zeiten für Anlageberater

In den vergangenen zwanzig Jahren hat Capgemini eine Vervierfachung der weltweiten Privatvermögen dokumentiert. Wen das gegenwärtig "moderate Wachstum anhält", so die Unternehmensberater, werde das private Anlagevermögen im Jahr 2025 rund 100 Billionen US-Dollar betragen.

In dieser Konzentration von Reichtum sieht Capgemini eine große Chance für Vermögensberater. Bemerkenswert sei, so Klaus-Georg Meyer, Leiter Business & Technology Consulting Financial Services Deutschland bei Capgemini, dass bislang "nur ein Drittel des Vermögens der HNWI tatsächlich von Vermögensverwaltern gemanagt wird - dies zeigt, wie groß das Wachstumspotenzial für Finanzdienstleister in diesem Segment ist“.

Capgemini sieht die Finanzdienstleister dabei generell auf einem guten Weg: Die Kunden seien schon jetzt sehr zufrieden mit ihren Beratern. 2015 wäre das Vertrauen der HNWI in ihre Berater um 17 Prozent gewachsen und das Vertrauen der Reichen in die Finanzmärkte überhaupt sei sogar um fast ein Drittel (30 Prozent) stärker geworden.

dk/wen (Capgemini)

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