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Nordrhein-Westfahlen

Eine Möhre als Ringträger

Bei der Gartenarbeit verliert ein Rentner aus der Eifel seinen Ehering. Trotz verzweifelter Suche bleibt der Ring verschwunden. Drei Jahre später taucht das Schmuckstück plötzlich wieder auf - an einer Möhre.

Besondere Ernte: Möhre befördert verlorenen Ehering zutage (picture-alliance/dpa/privat)

Besondere Ernte: Möhre befördert verlorenen Ehering zutage

Über ein halbes Jahrhundert ist der 82-Jährige mit seiner Frau verheiratet und dann ist der Ehering plötzlich weg. Verschwunden beim Aussäen auf dem kleinen Acker hinter dem Haus in der Eifel. Drei Jahre später ist der Ring wieder da - auf fast wundersame Weise: An einer Karotte steckt er wie an einem viel zu dicken Finger. Die unglaubliche Geschichte ist wirklich passiert - in dem kleinen Städtchen Bad Münstereifel, in Nordrhein-Westfalen.

Der glückliche Ringbesitzer will nicht namentlich bekannt werden, seine Tochter geht trotzdem mit der Geschichte an die Öffentlichkeit: Der Vater säte wie immer das Gemüse aus. Plötzlich war der Ehering verschwunden. Alle suchten ihn, die Eltern, die Geschwister. Irgendwann ließen sie dann doch locker. Die Monate vergingen, Ernte im Herbst, Aussaat im Frühjahr. Der Ring blieb verschwunden - aber irgendwie war er immer da: "Wir haben so viele Scherze darüber gemacht", sagt die Tochter.

"Die Mutter hat den Ring wiedergebracht"

Bei der diesjährigen Ernte zog der Vater dann wie immer die Möhrchen heraus. Da steckte der Ring an einer besonders dicken Möhre. Die Mutter erfährt zwar nicht mehr davon, sie lebt nicht mehr. Sie wird nachgeholfen haben, ist sich die Tochter sicher: "Die Mutter hat den Ring wiedergebracht".

Und die Möhre? Hat der Vater sie zerschnitten? Die Tochter, die nicht mehr in der Eifel lebt, weiß es nicht. Sie kann sich vorstellen, dass der Vater das an einem ganz besonderen Ort macht und in ganz besonderer Nähe zur Mutter.

mar/cr (dpa, wdr)