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Fußball

Eine Frage der Motivation für das DFB-Team

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft trifft im zweiten Qualifikationsspiel zur Europameisterschaft in Polen und der Ukraine auf Außenseiter Aserbaidschan und will den zweiten Sieg einfahren. Jansen reiste verletzt ab.

Deutsche Spieler bejubeln ihren 1:0-Sieg über Belgien (Foto: AP/Frank Augstein)

Bundestrainer Joachim Löw konnte sich zufrieden zurücklehnen nach dem mühsamen 1:0-Erfolg über Belgien zum Auftakt der Qualifikation für die nächste Europameisterschaft. Der erste Schritt ist getan. "Das war schon sehr engagiert, was die Mannschaft da gezeigt hat", lobte er seine Spieler, um sie direkt weiter zu fordern: "Ich möchte die Mannschaft jetzt weiterentwickeln. Gegen Aserbaidschan müssen wir ein frühes Tor machen, um den Bann zu brechen."

Als Maximalziel hatte Löw vor den beiden Qualifikationsspielen zu der Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine sechs Punkte ausgegeben, also zwei Siege. Gegner Aserbaidschan sollte da keine große Hürde sein – vielleicht eher die Einstellung der deutschen Spieler, vermutet Stürmer Miroslav Klose: "Gegen Argentinien und Brasilien will jeder gern spielen, aber gegen solche Mannschaften ist es natürlich schwierig. Das muss man dann voll konzentriert angehen."

Klose kratzt am Müller-Torrekord

Der deutsche Stürmer Gerd Müller (M, oben) überwindet UdSSR-Torhüter Jewgeni Rudakow (unten) und erzielt die 3:0-Führung. Müllers Teamgefährte Georg Schwarzenbeck (l) schaut zu. Die deutsche Fußballnationalmannschaft gewinnt bei der Europameisterschaft in Belgien am 18.06.1972 im Brüsseler Heyselstadion das Endspiel gegen die UdSSR am Ende mit diesem Ergebnis. (Foto: dpa)

Gerd Müller in seinen besten Zeiten

Dabei kommt für Klose ein Gegner wie Aserbaidschan gerade recht: Denn der WM-Torschützenkönig von 2002 erlebt in der Nationalmannschaft seinen zweiten Frühling. Und wenn er weiter so trifft, ist der Torrekord von Gerd Müller mit 68 Treffern für die Nationalmannschaft in Reichweite. Mit 53 Länderspieltoren könnte er schon vor der Europameisterschaft in zwei Jahren die Führung in der deutschen Torjägerliste übernehmen. Dementsprechend selbstbewusst gibt sich der 32-Jährige. "Ich bin auch davon überzeugt, dass noch das eine oder andere Tor hinzu kommen wird."

"Die sind nicht ganz easy"

Portrait von Thomas Müller (Foto: DFB/Oliver Hurst)

Macht so weiter wie bei der WM: Thomas Müller

Zwei Mal hat Deutschland bisher gegen Aserbaidschan gespielt, einmal 4:0 gewonnen und einmal 2:0 – das war bei der Qualifikation für die WM 2010, erinnert sich Thomas Müller. "Ich gehe davon aus, dass es ein Spiel ist, wo Deutschland natürlich haushoher Favorit ist. Allerdings denke ich, dass die nicht ganz easy sind." Für Deutschland ist ein Sieg natürlich Pflicht, das weiß auch Müller, doch er stapelt trotzdem tief: "Wenn es dann am Ende hoch ausgeht, kann man zufrieden sein, aber sich vorher schon über hohe Ergebnisse Gedanken zu machen, ist glaube ich nicht der richtige Weg." Berti Vogts, der die gegnerische Mannschaft trainiert, hofft auf milde gestimmte deutsche Stürmer: "Wir werden natürlich alles Mögliche versuchen, nicht zu hoch zu verlieren", sagte der ehemalige deutsche Bundestrainer.

Die deutsche Elf muss unterdessen einen weiteren Ausfall in der Verteidigung verkraften: Marcell Jansen reiste nach einer Knieverletzung ab.

Die deutschen Fans erwarten auf jeden Fall ein Torspektakel in Köln. Es ist schließlich der erste Heim-Auftritt der deutschen Elf nach der WM in Südafrika und die tolle Stimmung soll nun weitergehen – auch wenn es noch 13 Monate dauern wird, bis die Teilnehmer für die Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine endgültig feststehen.

Autorin: Olivia Fritz
Redaktion: Calle Kops

Hinweis: DW-Radio überträgt das EM-Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan am Dienstag (07.09.2010) live. Die Sondersendung beginnt um 20.30 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit.

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