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Global Ideas

Ein zweites Leben für knusprige Brote

In Bäckereien aussortiert, bei Kunden ein Renner: Brot vom Vortag bekommt in einem kleinen Berliner Laden eine zweite Chance. Was das Geschäft bringt? Es macht ein wenig Geld. Und viel Sinn, sagt Betreiberin Vesta Heyn.

Vesta Heyn beim Ausladen der Brote vor ihrem Laden Second Bäck in der Raumerstraße 38, 10437 Berlin+++Foto: Axel Warnstedt+++, die Aufnahmen sind vom 19. Juli 2012

7_für das Brot auf die Straße

Second Hand ist eine ganz große Nummer in Berlin. Gebrauchte Klamotten gibt's auf den vielen Flohmärkten der Stadt, unzählige Designläden und Antikshops bieten aufgemotzte alte Möbel und Retro-Wohnchic. Boutiquen verkaufen Taschen aus alten LKW-Planen oder Reifen.

Vesta Heyn verkauft altes Brot. “Second Bäck” nennt sie ihren Laden, weil ihr Brot zwar vom Vortag stammt, aber natürlich nicht gebraucht ist. Das klingt wie eine Geschäftsidee, mit der man eigentlich bei jedem Gründerseminar abblitzen müsste.

Aber es ist nicht nur eine Idee, sondern seit zwölf Jahren Realität. Und damit schon lange bevor Nachhaltigkeit und Recycling zu den Top-Themen von heute geworden sind. Jeden Morgen holt Vesta Heyn mit dem Auto bei einem Dutzend Bäckereifilialen in Berlin Brot und Backwaren ab, die dort am Tag zuvor im Verkauf übrig geblieben sind. Dafür zahlt sie einen Teil des ursprünglichen Verkaufspreises.

Ihre kleine Brotverkaufsstelle im nördlichen Stadtzentrum Berlins setzt auf Edelgebackenes - was in den Regalen liegt, ist meist Vollkorn oder Bio oder wurde nach Spezialrezepten gebacken. Und die Brote gehen tatsächlich weg wie warme Semmeln.

Autor: Ranty Islam
Fotos: Axel Warnstedt

Video ansehen 03:51

Second Bäck Brotladen

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