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Fußball

Ein Zittersieg und ein Remis

Die beiden noch im UEFA-Cup verbliebenen deutschen Teams haben sich in ihren Achtelfinal-Hinspielen nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Bremen gewann gegen St. Etienne 1:0, der HSV trennte sich von Galatasaray Istanbul 1:1

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HSV oder Galatasaray, Türkei oder Deutschland? Manchem Fan fiel es schwer, sich zu entscheiden.

Am Ende zählte nur der Sieg. Dabei war Werder Bremen doch so gut gestartet in dieses Achtelfinale gegen den AS St. Etienne. Da war nichts zu sehen von der schwachen Form der Bundesliga, in der Werder nur auf Rang zehn steht. Die 30.000 Fans im Weserstadion sahen sich eher an die glänzenden Auftritte gegen den AC Mailand in der vorigen Runde erinnert, als das Team von Trainer Thomas Schaaf sich mit zwei Unentschieden das Weiterkommen gegen das italienische Spitzenteam ertrotzt hatte. Und ähnlich ging es auch gegen die Franzosen los: Diego zog die Fäden im Mittelfeld und glänzte als Vorbereiter, Almeida wirbelte im Angriff, scheiterte aber gleich nach vier Minuten aus aussichtsreicher Position.

Almeida vergibt - Naldo trifft

UEFA Cup Werder Bremen gegen Saint Etienne Naldo

Wenn die Stürmer nicht treffen, mach´ ich es halt: der Bremer Abwehrchef Naldo

Nach 20 Minuten zog Diego selbst ab, der Ball wurde abgeblockt, aber genau Abwehrmann Naldo vor die Füße, der aus 12 Metern zum 1:0 vollstreckte. Bremen, das ohne den verletzten Özil und ohne den erkrankten Mertesacker angetreten war, erspielte sich weitere Möglichkeiten. Almeida verpasste nach einer halben Stunde das 2:0.

In der zweiten Halbzeit wirkte Bremen gehemmt, fast so, als sei man erschrocken über den wiedererlangten Spielwitz. So kam der französische Rekordmeister - die goldenen Zeiten liegen allerdings schon über 30 Jahre zurück - seinerseits zu Chancen, ohne freilich einen Treffer zu erzielen. Erst in der Schlussphase fand Werder wieder den Faden, setzte St. Etienne unter Druck, allerdings zu spät, um das Ergebnis noch zu verbessern.

Für Bremen, dem nun schon ein Unentschieden oder eine Niederlage mit einem Tor in Frankreich zum Weiterkommen reicht, war es der erste Heimsieg im Jahr 2009.


HSV ohne Fortune vor dem Tor


UEFA Cup Hamburg gegen Galatasaray

Bei der Chancenauswertung mag mögen Olic und Trochowski gar nicht mehr hinsehen

Der Hamburger SV muss um das Weiterkommen zittern. Gegen Galatasary Istanbul kam der Bundesliga-Fünfte zu Hause nur zu einem 1:1. Wobei sich die Hamburger manchmal wie in einem Auswärtsspiel gefühlt haben dürften, denn unter den 52.000 Zuschauern waren auch viele Türken, die ihre Mannschaft lautstark anfeuerten. HSV-Außenverteidiger Marcel Jansen hat zwar noch nie in der Königsklasse des europäischen Clubfußballs gespielt, zog aber gern den Vergleich heran: „Von der Stimmung her war das Champions League. Von den Fans beider Mannschaften. Es war richtig toll zu spielen. Schade, dass wir uns nicht belohnt haben.“

Die Überzahl nicht ausgenützt

UEFA Cup Hamburg gegen Galatasaray

Galatasaray's Emre Asik sieht Rot, der HSV kann keinen Nutzen daraus ziehen

Die leidenschaftlich agierenden Türken waren nach einem Konter durch Ayhan Akman in der 32. Minute in Führung gegangen. Vom Innenpfosten sprang der Ball ins Tor. Es war ein glücklicher, aber verdienter Treffer, denn die Hamburger agierten in der ersten Halbzeit viel zu zurückhaltend. Offensichtlich war das Team von Trainer Martin Jol durch die Rückschläge in der Bundesliga verunsichert. Nach dem Seitenwechsel aber wirkte der HSV wie ausgewechselt. Und gleich nach Wiederanpfiff schlug sich das auch zählbar nieder. Eine Flanke von Trochowski legte Petric – wohl eher ungewollt - per Kopf quer auf Jansen, der mit seinem starken linken Fuß volley zum Ausgleich traf (49.). Kurze Zeit später schien sich das Blatt endgültig zu Gunsten der Gastgeber zu wenden, als Emre Asik nach einer Notbremse an Petric die rote Karte sah. Tatsächlich erspielten sich die Hamburger mehrere gute Chancen, scheiterten aber immer wieder am starken Galatasaray-Torwart De Sanctis oder an Pfosten und Latte. Hamburgs Trainer Martin Jol war nicht zufrieden mit der Ausbeute seiner Spieler:„Das ist natürlich eine schlechte Ausgangsposition. Wir haben eine große Chance der Türken gesehen und wir hatten sieben im ganzen Spiel. Wir hätten klar gewinnen müssen.“

So aber blieb es beim 1:1. In einer Woche im Rückspiel im Ali-Sami-Yen-Stadion zu Istanbul muss der HSV nun mindestens ein 2:2 schaffen, um doch noch das Viertelfinale zu erreichen.


UEFA-Cup Achtelfinal-Hinspiele:

Dynamo Kiew - Metalist Charkow 1:0

ZSKA Moskau - Schachtjor Donezk 1:0

Hamburger SV - Galatasaray Istanbul 1:1

Paris St. Germain - SC Braga 0:0

Werder Bremen - AS St. Etienne 1:0

Udinese Calcio - Zenit St. Petersburg 2:0

Olympique Marseille - Ajax Amsterdam 2:1

Manchester City - Aalborg BK 2:0

Audio und Video zum Thema