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Kriminalität

Ein Toter bei Messerüberfall in Hamburger Supermarkt

Ein Mann hat in einem Hamburger Supermarkt mehrere Kunden mit einem Messer angegriffen. Eines der Opfer ist tot. Die Polizei hatte zunächst Terroralarm im Stadtteil Barmbek ausgelöst.

Der Verdächtige wurde kurz nach seiner Tat  festgenommen. Nach Polizeiangaben handelt es sich "definitiv" um einen Einzeltäter. 

Der Tatort im Stadtteil Barmbek wurde großräumig abgesperrt. Ein zunächst ausgelöster Terroralarm wurde später wieder aufgehoben. Allerdings ist die Polizei noch mit einem Großaufgebot vor Ort.

Der Täter habe am Nachmittag einen Supermarkt an der belebten Barmbeker Einkaufsstraße betreten und unvermittelt um sich gestochen. Vier Menschen seien verletzt, einer von ihnen schwer, berichtet die Polizei weiter. Eines der Opfer sei verstorben. 

Anschließend flüchtete der Angreifer. Zeugen verfolgten den Mann und alarmierten die Polizei. Passanten konnten den Tatverdächtigen noch in der Nähe des Tatorts überwältigen.

Wie die Polizei mitteilte, wurde er in den Vereinigten Arabischen Emiraten geboren und ist 26 Jahre alt. Seine Staatsangehörigkeit werde noch geklärt. Die Polizei bildete eine Sonderkommission unter Beteiligung der Mordkommission und des Staatsschutzes. Letzterer ist für politisch motivierte Delikte zuständig. Es werde in alle Richtungen ermittelt. Dies schließe Ermittlungen des Staatsschutzes ausdrücklich ein, erklärte die Polizei.

Die Ermittlungen gingen natürlich auch zum Hintergrund des Täters und zu seiner Motivlage, sagte Polizeisprecher Timo Zill. "Zum jetzigen Zeitpunkt ist eine Einschätzung seriös nicht möglich", so Zill zu einem möglichen Terror-Hintergrund der Tat. Auch Berichte, wonach der Angreifer "Allahu Akbar" gerufen haben soll, bestätigte der Sprecher nicht. 

Zeugen des Vorfalls hatten berichtet, der Mann sei mit dem Messer in der Hand die Straße entlanggelaufen. Dabei habe er mehrfach das Messer kurz hochgehalten und "Allahu Akbar" (Gott ist groß) gerufen. In der Vergangenheit gab es mehrfach Terroranschläge islamistischer Extremisten, bei denen die Täter diesen Ausruf verwendeten.

rb/uh (Polizei Hamburg, afp, dpa, rtr)