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Aktuell Asien

Ein Todesopfer bei Vulkanausbruch in Japan

Der Vulkan Ontake brach plötzlich und ohne jede Vorwarnung aus. Unter dem gewaltigen Ascheregen verlieren mehrere Wanderer das Bewusstsein. Es gibt eine Tote und viele Verletzte.

Beim Ausbruch eines Vulkans in Japan ist mindestens eine Frau ums Leben gekommen. Mehr als 30 Menschen sind schwer verletzt und zehn von ihnen immer noch ohne Bewusstsein. Auf dem 3067 Meter hohen Berg, der etwa 200 Kilometer westlich von Tokio liegt, saßen vorübergehend mehr als 260 Wanderer fest. Wegen der Aschewolke mussten Flugzeuge ihre Route ändern.

Ministerpräsident Shinzo Abe wies das Militär an, bei den Rettungsmaßnahmen zu helfen. Die Polizei schickte ein 80-köpfiges Team zum Berg, um Wanderern nach unten zu helfen. Bis zum Abend soll etwa 230 Menschen der Abstieg geglückt sein. Es säßen aber immer noch rund 40 Wanderer in der Dunkelheit fest, berichten japanische Medien.

Behörde warnt vor weiteren Ausbrüchen

Zwar habe es bereits Mitte des Monats Erschütterungen an dem Vulkan gegeben. Dass er jedoch so plötzlich ausbrechen würde, sei nicht vorhersehbar gewesen, sagte ein Beamter der nationalen Meteorologischen Behörde in Tokio. Der Ausbruch erfolgte genau zu einer Zeit, als sich viele Bergwanderer in der Region aufhielten, um die jährliche Herbstlaubfärbung zu beobachten.

Die Meteorologische Behörde warnt die Bewohner im Umkreis von vier Kilometern noch vor umherfliegenden Gesteinsbrocken. Es könne zu weiteren Eruptionen kommen, heißt es. Die von dem Vulkan herabquellende Rauchwolke war mehr als drei Kilometer lang. Für das Gebiet verhängte die Behörde ein Zutrittsverbot.

Zuletzt war es 1979 zu einem größeren Ausbruch am Ontake gekommen. Mehr als 200.000 Tonnen Asche hatte der Vulkan damals gespuckt. Eine kleinere Eruption ereignete sich 1991, gefolgt von mehreren vulkanischen Beben im Jahr 2007.

hf/rb (rtrd, dpa)

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