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Kultur

Ein Theaterprovokateur als "Ring"-Regisseur

Ein Jahr lang hatte man in Bayreuth und darüber hinaus gerätselt, wer wohl 2013 Richard Wagners "Ring des Nibelungen" inszenieren würde. Prominente Kandidaten hatten abgesagt. Jetzt ist offenbar eine Lösung gefunden.

Der Regisseur Frank Castorf bei einem Pressegespräch im Jahr 2005 (Foto: dpa)

Der renommierte Regisseur Frank Castorf

Frank Castorf also soll es sein: Das "enfant terrible" des Berliner Theaterbetriebes, langjähriger Chef der dortigen Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, berühmt und berüchtigt für seine theatralischen Happenings, für kontrovers diskutierte Inszenierungen großer Literaturstoffe. Er soll es nun auch bei einem Opern-Großereignis richten. Wie Festspielchefin Katharina Wagner am Montag (25.07.2011) mitteilte, verhandelt man mit Castorf und sieht sich offenbar auf einem guten Wege: "Wir können sehr froh verkünden – was noch keine definitive Zusage ist – dass wir mit Herrn Castorf in Verhandlungen sind. Das Team muss allerdings noch gefunden werden."

Das Jahr 2013 hat für die Festspiele in Bayreuth und für Wagner-Fans in aller Welt eine besondere Bedeutung: Dann nämlich jährt sich der Geburtstag des Komponisten zum 200. Mal. Der "Ring" gilt traditionell als besonders prestigeträchtig. Er ist letztmalig im Jahr 2006 neu inszeniert worden. Monatelang war in der Festspielstadt darüber spekuliert worden, wem wohl die Neuinszenierung von "Das Rheingold", "Siegfried", "Die Walküre" und "Götterdämmerung" anvertraut werden könnte. Als letzter Kandidat war der international bekannte Filmregisseur Wim Wenders im Gespräch – der dann aber absagte.

Der 60jährige Frank Castorf dürfte, wenn er denn endgültig zusagt, den aktuellen Trend hin zum Regietheater bei den Wagnerfestspielen in Bayreuth fortsetzen. Zwei Jahre hat er Zeit für die Vorbereitungen – ein äußerst kurzer Zeitraum für ein solches Mammutunternehmen, wie Eingeweihte meinen.

Die diesjährigen – hundertsten – Wagnerfestspiele haben am Montag mit einer Neuinszenierung des "Tannhäuser" begonnen.

Autor: Rick Fulker (dapd, dpa)

Redaktion: Cornelia Rabitz


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