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Sport

Ein Selfie mit dem Bundestrainer

Nach getaner Arbeit nutzt DW-Reporter Joscha Weber die letzten Sonnenstrahlen für eine Jogging-Runde über den Strand von Santo André - und begegnet dabei einem anderen Jogger: Bundestrainer Joachim Löw.

Anfangs ist es nur ein kleiner Blauer Punkt am Horizont. Dort ganz im Norden, am anderen Ende des weiten Sandstrandes von Santo André bewegt er sich langsam auf mich zu. Während die Wellen im späten Nachmittagslicht glitzern kommt der blaue Punkt näher. Es ist ein Jogger, erkenne ich jetzt. Hellblaues T-Shirt, hellblaue Hose, schwarzes Haar. Ist das etwa…? Das muss er doch sein…oder nicht? Doch, er ist es! Der Bundestrainer joggt mir entgegen. Ganz allein, ohne Kollegen, ohne Security. Lockeres Tempo, guter Rhythmus, entspannte Gesichtszüge - Joachim Löw genießt kurz vor der Abreise zum zweiten WM-Gruppenspiel gegen Ghana die Ruhe am Strand.

Die suche auch ich. Weg vom Trubel rund um das DFB-Medienzentrum mit seinen von der Klimaanlage tiefgekühlten Räumen und raus an die frische Meeresluft. Den Kopf frei kriegen, ein bisschen was für die Fitness tun. Genau wie der Bundestrainer eben, der den Tag hier üblicherweise noch vor sechs Uhr morgens mit einer Laufeinheit beginnt, wie er kürzlich auf der Pressekonferenz verriet. Heute ist er deutlich später dran, die Sonne geht gleich unter und in knapp zwei Stunden bricht Löw mit der Mannschaft auf nach Fortalezza. Doch von Eile ist bei ihm nichts zu sehen.

Beiden geht die Puste

Schnell kommen wir uns nun näher. Wir wechseln ein Lächeln und ein freundliches "Hallo", dann entschließe ich mich, kurz bevor er an mir vorbei ist, doch noch zu fragen: "Herr Löw, haben Sie kurz Zeit für ein Selfie?" Der Bundestrainer nickt und hält an. Freundlich lächelt er in die Kamera, während uns beiden hörbar die Puste geht. Dann ein kurzer Handshake, ein "Danke" meinerseits und beide joggen wieder ihrer Wege. Alles ganz entspannt, so ist das hier in Santo André.