1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Deutschlehrer-Info

Ein Preis für herausragende germanistische Forschung

Der DAAD hat das Ziel, die deutsche Sprache und die Zusammenarbeit von Germanisten weltweit zu fördern. Dazu verleiht er unter anderem den Jacob- und Wilhelm-Grimm-Preis, der 2014 nach Australien und Ägypten geht.

Zum inzwischen zwanzigsten Mal wurde er dieses Jahr verliehen: der Jacob- und Wilhelm-Grimm-Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Benannt ist er nach den Brüdern Grimm, die als Begründer der Germanistik und der Volkskunde gelten. Die diesjährige Zeremonie fand am 19. September in Dresden statt. Die Auszeichnung soll Wissenschaftler aus dem Ausland für „herausragende Arbeiten auf den Gebieten germanistischer Literatur- und Sprachwissenschaft, Deutsch als Fremdsprache sowie Deutschlandstudien“ ehren. Neben der fachlichen Leistung soll aber auch besonderes Engagement für die internationale Zusammenarbeit gewürdigt werden.

2014 geht der Jacob- und Wilhelm-Grimm-Preis an die australische Germanistin Yixu Lu. Durch ihre Forschung zur deutschen Kolonialliteratur habe Lu, die an der Universität Sydney lehrt und forscht, das Fach Germanistik für eine globale Literaturwissenschaft geöffnet, hieß es zur Begründung. Die Wissenschaftlerin verbinde unterschiedliche Perspektiven zur deutschen Literatur und Kultur in einem globalen Kontext. Lu erhält neben 10.000 Euro Preisgeld auch die Möglichkeit zu einem vierwöchigen Forschungsaufenthalt an einer deutschen Hochschule.

Seit 2011 verleiht der DAAD auch einen Jacob- und Wilhelm-Grimm-Förderpreis. Mit ihm werden junge Germanisten aus dem Ausland ausgezeichnet, „die bereits erste öffentlich wahrgenommene Verdienste bei der Erforschung und Vermittlung der deutschen Sprache, Literatur und Kultur erworben haben“. Der Preisträger oder die Preisträgerin wird jährlich unter den Nachwuchsgermanisten einer bestimmten Weltregion ausgewählt: 2014 fiel die Wahl auf die ägyptische Germanistin und Übersetzungswissenschaftlerin Nahla Tawfik. Sie bringe innovative Ansätze in die Germanistik in Ägypten ein und habe sich bereits um die internationale Kooperation ihres Fachs verdient gemacht. So leitete sie eine Nachwuchsforschergruppe zum Thema „Interkulturalität im deutsch-arabischen Kontext“. Der Förderpreis ist mit 3.000 Euro dotiert und ebenfalls mit einem Forschungsaufenthalt in Deutschland verbunden.

Der Jacob- und Wilhem-Grimm-Preis wird durch Mittel des Auswärtigen Amts finanziert, die Gewinner bestimmt der Beirat Germanistik des DAAD. Er berät die Institution in allen Fragen der Förderung von Germanistik und Deutsch an Hochschulen.

bs/ip (kna)

Die Redaktion empfiehlt