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Politik & Gesellschaft

Ein Oktoberfest der Superlative

Zum Finale übertraf das 178. Oktoberfest in München alle Erwartungen. Die spätsommerlichen Temperaturen sorgten nicht nur bei den Besucherzahlen für Rekorde: Noch nie wurde auf der Wiesn so viel Bier getrunken wie 2011.

Schwerarbeit leisten die Kellnerinnen während des Oktoberfestes (Foto: dpa)

Insgesamt rund 7,5 Millionen Maß des schäumenden Wiesn-Bieres flossen durch die durstigen Kehlen der rund 6,9 Millionen Besucher des größten Volksfestes der Welt. Das sonnige Herbstwetter habe für deutliche Zuwächse gesorgt, sagte Festleiterin Gabriele Weishäupl am Montag (03.10.2011) zum Abschluss.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) mit Bierkrügen auf dem Oktoberfest 2011 (Foto: dpa)

Christian Ude (SPD, r.) und Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU)

Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) freute sich ebenfalls über eine "Traum-Wiesn": Er habe "fantastisches Wetter" und eine "tolle Stimmung bis zum Schluss" erlebt, sagte Ude, der das Fest am 17. September mit dem traditionellen Faß-Anstich eröffnet hatte. Nicht nur der Bierkonsum lag in diesem Jahr rund 400.000 Liter über dem bisherigen Rekord aus dem Jahr 2010. Nach schwachem Start zeigten die Besucher in der zweiten Wiesnhälfte nämlich auch verstärkt Hunger: Sie verspeisten insgesamt 118 Ochsen und damit einen mehr als im Vorjahr.

Freud und Leid

Polizisten kontrollieren beim Münchner Oktoberfest die Taschen von Besuchern (Foto: dpa)

Polizisten im Einsatz beim Oktoberfest

Allerdings hatte der gute Besuch auch Schattenseiten. Insgesamt habe das Sicherheitspersonal 226.000 entwendete Maßkrüge sicherstellen müssen, berichtete Weishäupl. Insgesamt verlief die Wiesn 2011 nach Angaben der Münchner Polizei jedoch friedlich. Rückläufig sei vor allem die Zahl "schwerer Kriminalitätsformen" gewesen, sagte Münchens Polizeivizepräsident Robert Kopp am Montag. So sank die Zahl der Maßkrugschlägereien von 62 auf 58. Die Zahl der Sexualstraftaten ging von 23 auf 17 gemeldete Fälle zurück. Erhöht haben sich dagegen die "Aktivitäten" von Taschendieben: Die Polizei verzeichnete 497 Diebstähle, was einem Zuwachs von 36,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. 42 Diebe konnten festgenommen werden.

Auch das Fundbüro der Wiesn hatte Hochkonjunktur: Insgesamt wurden 4750 Fundstücke abgegeben. Wie schmerzlich die Verluste für Eigentümer waren, kann nur vermutet werden - besonders im Fall einer Heuschrecke und eines Gebisses.


Autor: Hartmut Lüning (mit dapd)
Redaktion: Martin Schrader