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Bildung

Ein Name, zwei Standorte

Die Duisburger Uni ist ein Kind der Bildungsreform der 1970er-Jahre. Aus der ehemaligen Gesamthochschule ist eine der größten Unis Deutschlands geworden - mit zwei Standorten, breitem Spektrum und 30.000 Studierenden.

Universität Duisburg-Essen, Campus Duisburg (Foto: Pressestelle der Universität)

Riesige "Keksdosen" prägen den Duisburger Campus.

Als die Universität in Duisburg im Jahr 1972 als "Gesamthochschule Duisburg" gegründet wurde, war das auch ein gesellschaftspolitisches Signal: Dahinter stand die Idee der damaligen nordrhein-westfälischen Landesregierung, Kindern aus Nicht-Akademikerfamilien aus Duisburg und der Region ein Studium zu ermöglichen. Diesem Prinzip ist die Universität bis heute treu geblieben: Zwei Drittel der Studierenden im Wintersemester 2008/2009 kommen aus der Region.

Ansonsten aber hat sich seit den 1970er-Jahren sehr viel verändert. Aus der ehemaligen Gesamthochschule, die Ende des 20. Jahrhunderts keinen leichten Stand in der deutschen Hochschullandschaft hatte, ist eine moderne Bildungseinrichtung mit 30.000 Studierenden mit zwei Standorten geworden, denn 2003 haben sich die Hochschulen der Nachbarstädte Duisburg und Essen zusammengetan.

Die Studierenden selbst spüren von der Fusion wenig, sagt Pressesprecherin Beate Kostka. Sie studieren entweder in Duisburg oder in Essen, denn die beiden Campi setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Die Ingenieurwissenschaftler büffeln in Duisburg, die zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer in Essen. Die einzige Ausnahme sind die angehenden Kulturwirte. Sie lernen an beiden Standorten: die betriebswirtschaftlichen Inhalte am Campus in Duisburg, die geisteswissenschaftlichen in Essen.

Mehr als 3800 ausländische Studierende

Universität Duisburg-Essen, Audimax (Foto: André Zelck)

Der Campus in Essen: Alles konzentriert sich an einem Ort.

Besonders beliebt bei den ausländischen Studierenden sind die zweisprachigen Studiengänge im Bereich "International Studies of Engineering", mit Sitz in Duisburg. 1000 Studentinnen und Studenten aus 80 Nationen lernen hier gemeinsam - in deutscher und englischer Sprache. "Das ist eine gute Herausforderung, mein Deutsch zu verbessern und andererseits Englisch zu üben", findet eine Studentin, die aus Sierra Leone zum Elektrontechnik-Studium nach Duisburg gekommen ist. Ihr malaysischer Kommilitone schwärmt davon, mit wie viel "Engagement und Leidenschaft" seine Duisburger Dozenten lehren.

Um Studierenden aus dem Ausland den Start in Duisburg zu erleichtern, steht ihnen die Tür von "Scies - Support Center for International Engineering Students" in der Bismarckstraße täglich offen. Hier bekommen sie Infos rund um Stundenplan und Wohnheimzimmersuche, Krankenversicherung und Aufenthaltserlaubnis.

Und wer bis zum Studienabschluss in Duisburg bleibt, kooperiert vielleicht einmal mit einem der ansässigen Stahl- oder Logistikunternehmen, sagt Beate Kostka. Denn die Vernetzung des Stahlstandorts Duisburg mit seiner Hochschule ist eng, vor allem mit den Ingenieur- oder Wirtschaftswissenschaften. Neben diesen beiden Bereichen will die Universität Duisburg-Essen vor allem auf vier Profilschwerpunkte setzen: auf die Nanotechnologie, die Genetische Medizin, die Zukunft urbaner Systeme und auf das Feld der empirischen Bildungsforschung.

"Universitätsallianz Metropole Ruhr"

Stahlarbeiter bei ThyssenKrupp in Duisburg (Foto: AP)

Die Vernetzung der Hochschule mit der Stahlbranche ist eng.

Doch nicht nur mit der Industrie, auch mit den Hochschulen der Region kooperiert die Universität Duisburg-Essen eng. 2007 hat sie sich mit den beiden anderen großen Ruhrgebietsuniversitäten in Bochum und Dortmund zur "Universitätsallianz Metropole Ruhr" (UAMR) zusammengeschlossen - mit 89.000 Studierenden und 1250 Professorinnen und Professoren, die gemeinsam lehren und forschen wollen. Schon heute können die Duisburger Studierenden auch in Essen, Bochum und Dortmund Credit Points sammeln - und zwar per e-Learning vom heimischen PC in Duisburg aus.


Autorin: Svenja Üing
Redaktion: Stephanie A. Hiller

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