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Kultur

Ein mutiger Jurist gegen den braunen Sumpf

Ein Staatsanwalt gerät bei seinen Ermittlungen in die Netzwerke von Alt-Nazis +++ Brauner "Kulturstammtisch" im Netz +++ Kulturetat wird erhöht +++ Kickende Autoren trainieren für den Kulturaustausch

Szene aus dem Dokumentarfilm Fritz Bauer - Tod auf Raten (Foto: Presse/R.Giordano)

Fritz Bauer war Staatsanwalt und hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, den braunen Sumpf im Nachkriegsdeutschland trocken zu legen. Er war Initiator der Ausschwitz-Prozesse, war an der Ergreifung des Nazi-Verbrechers Adolf Eichmann beteiligt und er hat in einem Aufsehen erregenden Prozess die hingerichteten Verschwörer des 20. Juli 1944 rehabilitiert. Man sollte annehmen, dass Bauer dabei breite Unterstützung bekommen hätte. Dem war aber nicht so. Im Gegenteil, er wurde von vielen Stellen, bis hinein in die Regierungskreise, kritisiert. Die Umstände seines Todes 1968 sind bis heute nicht genau geklärt und nirgendwo in Deutschland gibt es eine Straße, einen Platz oder auch nur eine Plakette mit seinem Namen, um an den mutigen Juristen zu erinnern. Dafür sorgt seit nunmehr zwei Jahren ein Film: "Fritz Bauer - Tod auf Raten". Es ist eine Dokumentation mit Archivmaterial und Zeitzeugen. So spannend, dass sogar gelangweilte Schulklassen gebannt auf die Leinwand gucken. Die Regisseurin Ilona Ziok erzählt, warum sie gerade diesen Mann porträtiert.

Brauner "Kultur"-Stammtisch

Rechtsradikalismus in Deutschland hat eine lange Tradition, doch irgendwie hat man die Gefahr, die von den Neonazis ausgeht, nicht richtig eingeschätzt. Seit herausgekommen ist, dass im Verborgenen eine ganze Mordserie geschehen konnte und der Geheimdienst der Bundesrepublik Deutschland offenbar mehr davon wusste als er zugeben will, sind die Sinne für neonazistische Töne geschärft: Von rechts droht Gefahr. Auch im Netz wird genauer nachgeschaut. Und es ist nicht sehr schwer, fündig zu werden.

Mehr Geld für Kulturdenkmäler

Der Bundestag hat fast im Vorbeigehen beschlossen, dass die Kultur in Deutschland eine Finanzspritze bekommen soll. Das war unter anderem deswegen so einfach, weil sich alle Fraktionen einig waren - Kultur ist eben doch parteienübergreifend.

Kickende Poeten

Fußball und Kultur: Regelmäßig zu großen internationalen Turnieren versucht man diese beiden Begriffe auf einen Nenner zu bringen. Mal gelingt es, mal nicht so ganz. Bei den Herren von AUTONAMA ist das ganz selbstverständlich, denn AUTONAMA steht für „Autoren-Nationalmannschaft". Inzwischen gibt es solche Teams von kickenden Poeten in zahlreichen Ländern: In der Türkei, Italien, Schweden, Finnland, Israel, Saudi-Arabien, Argentinien und natürlich in Deutschland. Ein Besuch beim Training.

Moderation & Redaktion: Silke Wünsch

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