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Fußball

Ein leises Servus

Bayern München schafft im Viertelfinal-Rückspiel gegen Barcelona immerhin ein Unentschieden, scheidet aber wie erwartet aus der Champions League aus. Neben den Spaniern qualifzierte sich auch Chelsea für das Halbfinale.

Franck Ribéry (Foto: AP)

Bayerns Bester: Ribéry

Die Bayern begannen engagiert, gingen aggressiv in die Zweikämpfe und machten von Beginn an den Eindruck, die Schmach aus dem Hinspiel wieder gutmachen zu wollen. Bereits in der sechsten Minute hatte Luca Toni eine gute Chance, doch nach einer Flanke von Lell rutscht ihm der Ball über die Stirn. Der auffälligste Spieler bei den Bayern, wie so oft, Franck Ribéry, der immer wieder seine Mitspieler gut in Szene setzte. Aber die machten aus ihren Möglichkeiten zu wenig.

Tore erst in der zweiten Halbzeit

Luca Toni (Foto: AP)

Vergab viele Chancen: Toni

Nach 20 Minuten gab der FC Barcelona seine Zurückhaltung auf und Lionel Messi zeigte ein ums andere Mal sein Können. Aber insgesamt hatte Philipp Lahm das Ausnahmetalent gut im Griff. "Bayern München verkauft sich gut", resümierte Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff daher auch in der Halbzeit. Und auch die Zuschauer verabschiedeten die Spieler mit Beifall in die Kabinen.

Zwei Minuten nach Wiederanpfiff dann das lang ersehnte Tor: Zé Roberto passt Ribéry in den Lauf. Alleine vor Victor Valdes schickt der Franzose den Keeper mit einer Körpertäuschung zu Boden und trifft dann ins Tor. Das Match blieb unterhaltsam und ausgeglichen. Die Bayern schalteten immer wieder schnell um, Barcelona überzeugte dagegen mit wunderschönem Kombinationsspiel. In der 73. Minute gelang den Spaniern dann der verdiente Ausgleich: Seydou Keita trifft aus 16 Metern ins linke Eck. "Wir haben unser Bestes gegeben, mehr war heute einfach nicht drin", erklärte Philipp Lahm nach dem Spiel

Verkorkste Saison

Jürgen Klinsmann (Foto: AP)

In der Kritik: Klinsmann

Bayern München verabschiedet sich nach dem 0:4-Debakel im Hinspiel zwar mit Anstand und Würde aus der Champions League, aber die "Klinsmann-raus"-Rufe waren nach dem Schlusspfiff nicht zu überhören. Von einem möglichen Triple war im vergangenen Sommer noch die Rede: Doch der FCB ist vorzeitig im DFB-Pokal ausgeschieden, nun auch das Aus in der Champions League – jetzt ist nur noch ein Titel möglich: die Meisterschaft. Aber selbst die ist längst noch nicht sicher. Die Bayern sind derzeit Tabellen-Zweiter mit einem Drei-Punkte-Rückstand auf Wolfsburg. Und es sind nur noch sieben Spieltage.

Wenn Jürgen Klinsmann am Saison-Ende gar keinen Titel vorzuweisen hat, ist er seinen Job wohl los. Selbst Platz zwei, also die direkte Champions-League-Qualifikation, wäre für die Ansprüche des deutsche Rekordmeisters zu wenig. "Wir kommentieren diese Sache nicht", so Bayern-Manager Uli Hoeneß.

Spannung noch bei den zwei Mittwochspielen

Alex (Chelsea) und Lucas (Liverpool) (Foto: AP)

Englisches Duell: erwartet hart

Neben Barcelona hat sich auch Chelsea für das Halbfinale qualifiziert - zum fünften Mal in der Vereinsgeschichte. Nach dem 3:1 im Hinspiel reichte der Mannschaft von Guus Hiddink ein 4:4 im eigenen Stadion gegen tapfer kämpfende Liverpooler. Die beiden weiteren Halbfinalisten werden am Mittwochabend ausgemacht. Arsenal hat sich durch das 1:1 auswärts beim FC Villarreal eine gute Ausgangsposition verschafft. Ebenso der FC Porto, der bei Manchester United ein 2:2 herausspielte.

Autorin: Sarah Faupel

Redaktion: Calle Kops

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