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Aktuell Nahost

Ein Land in Trümmern

Damaskus setzt im Kampf gegen Aufständische offenbar immer häufiger Kampfjets ein. Die Zahl der zivilen Opfer steigt - und der Syrienbeauftragte Brahimi bezeichnet eine Konfliktlösung als "nahezu unmöglich".

Der internationale Sondergesandte Lakhdar Brahimi hält den Syrien-Konflikt mit diplomatischen Mitteln kaum noch für lösbar. Der britischen BBC sagte er: "Ich weiß, wie schwer es ist, fast unmöglich." Dabei gestand der 78-jähriger ehemalige algerische Außenminister auch ein, dass zu wenig getan wird: "Ich trete meinen Job mit offenen Augen und ohne Illusionen an." Einen politischen Wandel in Syrien bezeichnete Brahimi als "unvermeidbar". Er forderte jedoch anders als sein Vorgänger Kofi Annan nicht offen den Rücktritt des syrischen Machthabers Baschar al-Assad.

Mindestens 18 Tote bei neuem Luftangriff

Die Kämpfe in Syrien gehen unterdessen unvermindert weiter. Beim Angriff eines syrischen Kampfflugzeugs auf eine Stadt in der Provinz Aleppo wurden nach Angaben von Aktivisten mindestens 18 Menschen getötet. Wie die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, waren unter den Opfern auch sechs Frauen und zwei Kinder. Der Angriff habe der Stadt Al-Bab gegolten, einer Hochburg der syrischen Rebellen. Unbestätigten Berichten zufolge nahm die syrische Armee auch wieder mehrere Bezirke von Aleppo unter Beschuss.

Nach Angaben des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen UNICEF sollen allein in der vergangenen Woche in Syrien mindestens 1.600 Menschen ums Leben gekommen sein. Auch zwei syrische Oppositionsgruppen meldeten einen massiven Anstieg der Opferzahlen: Demnach war der August mit rund 5.000 Toten der blutigste Monat seit Beginn des Aufstands gegen Präsident Baschar al-Assad im März vorigen Jahres.

jh/re (dpa, dapd, afp)