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Bildung

Ein Kind der Bildungsreform

Die Essener Universität ist jung: 1972 als Gesamthochschule gegründet, gehört sie heute zu den zehn größten Hochschulen in Deutschland - mit zwei Standorten, einer eigenen Uni-Klinik und 30.000 Studierenden.

Audimax der Universität Duisburg-Essen (Foto: André Zelck)

Junge Hochschule mit modernem Profil: Die Uni Duisburg-Essen

Die Gründung der Essener Universität im Jahr 1972 als Universität-Gesamthochschule Essen ging mit einem politischen Konzept einher. Dahinter stand die Idee der damaligen nordrhein-westfälischen Landesregierung, mit der Gesamthochschule in Essen - und anderen Hochschulneugründungen in Nordrhein-Westfalen - den Strukturwandel des Ruhrgebiets zu fördern: vom Kohle- und Stahlstandort zum modernen Dienstleistungszentrum. Von Beginn an wurden das Universitätsklinikum und die Pädagogische Hochschule Essen der neuen Hochschule eingegliedert.

Arbeitsteilung mit Duisburg

Aus der ehemaligen Gesamthochschule, die auf dem Gelände eines alten Arbeiterviertels am nördlichen Rand der Essener Innenstadt angesiedelt wurde, ist eine moderne Bildungseinrichtung geworden, die auf vier Profilschwerpunkte setzt: auf die Nanotechnologie, die Genetische Medizin, die Zukunft urbaner Systeme und auf das Feld der empirischen Bildungsforschung.

Auf dem Weg dorthin hat die Essener Hochschule im Jahr 2003 mit der Universität im benachbarten Duisburg fusioniert. Im Wintersemester 2008/2009 studieren an der Universität Duisburg-Essen 30.000 junge Frauen und Männer, 19.000 von ihnen am Standort Essen. Dabei setzt die Hochschule auf Arbeitsteilung: Während in Duisburg insbesondere die Ingenieur- und Naturwissenschaftler sowie die Betriebswirtschaftler eingeschrieben sind, studieren in Essen die angehenden Mediziner sowie die zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer. Nur die Kulturwirte lernen an beiden Standorten: die betriebswirtschaftlichen Inhalte am Campus in Duisburg, die geisteswissenschaftlichen in Essen.

Der Campus in Essen

Hörsaal der Universität Duisburg-Essen (Foto: André Zelck)

Vorlesung im Essener Audimax

Die Essener Universität ist, wie auch die anderen ehemaligen nordrhein-westfälischen Gesamthochschulen etwa in Wuppertal oder Siegen, als großer Gebäudekomplex konzipiert. Anders als in traditionsreichen, kleineren Hochschulstädten wie Heidelberg oder Göttingen, wo die Fakultäten quer über die Stadt verteilt sind, konzentriert sich in Essen - abgesehen vom Uniklinikum - alles an einem Ort. Auf den ersten Blick mögen die großen Betonkästen mit ihrer verschachtelten Architektur, den vielen Fluren, Treppenhäusern und Aufzügen abreckend wirken. Andererseits sind die Wege kurz und die Infrastruktur gut, vom Seminarraum zur Bibliothek, zur Mensa oder Cafeteria ist es oft nur ein Katzensprung.

Die russische Gaststudentin Alexandra Narozhnaya, die in Essen Germanistik studiert, hält sich gerne in "ihrer" Uni auf: "Wenn ich etwas nicht finde, bitte ich einfach meine deutschen Kommilitonen um Hilfe, die helfen gerne", erzählt sie. So hätten sich schon ein paar nette Kontakte ergeben, sagt sie: "Wir treffen uns vor dem Seminar in der Mensa oder in der Cafeteria und bereiten die Veranstaltung vor. Am Anfang läuft der Kontakt dann nur übers Studium, aber später unterhalten wir uns auch über persönliche Themen."

"Universitätsallianz Metropole Ruhr"

Nach der Fusion im Jahr 2003 hat die Universität Duisburg-Essen 2007 den nächsten großen Schritt gemacht und sich mit den beiden anderen großen Ruhrgebietsuniversitäten in Bochum und Dortmund zur "Universitätsallianz Metropole Ruhr" (UAMR) zusammengeschlossen - mit 89.000 Studierenden und mehr als 1200 Professorinnen und Professoren, die gemeinsam lehren und forschen wollen. Schon heute können die Essener Studierenden auch in Duisburg, Bochum und Dortmund "Credit Points" für ihr Studium sammeln. Essen müssen sie dafür aber nicht verlassen: Das gemeinsame Studienprojekt läuft vor allem über das Internet - vom Computer zu Hause in Essen.

Autorin: Svenja Üing
Redaktion: Study in Germany

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