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Wer wird Präsident?

Ein Kandidat weniger bei der Iran-Wahl

Vier Tage vor der Präsidentschaftswahl im Iran hat der konservative Kandidat Ghalibaf seinen Rückzug erklärt. Dies dürfte dem schärfsten Konkurrenten des amtierenden Präsidenten Rohani Auftrieb geben.

Mohammad Bagher Ghalibaf (Tasnim)

Mohammed Bagher Ghalibaf gibt auf (Archivbild)

Er wolle die "Interessen des Volkes, des Landes und der Revolution schützen". Mit diesen Worten erklärte der Bürgermeister von Teheran, der konservative Politiker Mohammed Bagher Ghalibaf ,das Ende seiner Kandidatur für das Präsidentenamt. Seine Anhänger rief er auf, für den konservativen Geistlichen Ebrahim Raeissi zu stimmen.

Für den Urnengang am Freitag zeichnet sich damit ein Zweikampf zwischen dem moderaten Amtsinhaber Hassan Rohani und seinem schärfsten Herausforderer Raeissi ab. Inoffizielle Umfragen sehen Rohani in Führung. Allerdings hatten die konservativen Kandidaten zuletzt vor allem aufgrund der stagnierenden Wirtschaft in der Wählergunst punkten können.

Atomdeal als Wahlkampfthema

Rohani ist es in seiner ersten Amtszeit zwar gelungen, durch die Beilegung des jahrelangen Atomstreits mit dem Westen die Aufhebung der schmerzhaften Wirtschaftssanktionen zu erreichen. Doch der erhoffte Wirtschaftsaufschwung blieb bislang aus, da viele westliche Firmen weiterhin Investitionen im Iran scheuen.

Der erzkonservative Klerus und sein Spitzenkandidat Raeissi kritisieren den Atomdeal. Er habe dem Land wirtschaftlich nichts gebracht. Schlimmer für sie ist aber die Nähe zum Westen nach dem Deal sowie die Aufweichung von islamischen Werten.

fab/uh (dpa, afp, rtr)