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Amerika

Ein Jahr mit George W. Bush

Selten hat sich ein US-Präsident ein Jahr nach seinem Amtsantritt derart phänomenaler Zustimmungsraten erfreut wie George W. Bush. 80 Prozent der Amerikaner halten ihn für einen guten Präsidenten. Das war nicht immer so

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George W. Bush

Gewalttätige Proteste in Washington D.C am 20. Januar 2001. 10.000 Sicherheitskräfte müssen die Amtseinführung des 43. Präsidenten der Vereinigten Staaten absichern. Bush hält eine bemerkenswerte Antrittsrede, in der er verspricht, das Land zu einen und die tiefen Gräben zuzuschütten, die sein umstrittener Sieg per Gerichtsentscheid in den Wochen zuvor aufgerissen hatte. Bildungschancen für Kinder, Reformen im Rentenwesen und Steuersenkungen will Bush verwirklichen.

An das Ausland gewandt, sagt Bush, Amerika werde sich auch weiterhin in der Welt engagieren, aus historischen Gründen und aus freiem Willen - mit dem Ziel, ein Kräftegleichgewicht zu schaffen, das der Freiheit zugute komme.

Unilateralismus als Devise?

Doch zunächst muss Bush ein Kabinett bilden. Mit Dick Cheney als Vizepräsident, dem Golfskriegsveteranen Colin Powell als Außenminister und mit seiner Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice holt sich Bush junior Sachverstand ins Weiße Haus, der sich schon unter seinem Vater bewährt hatte.

Bush bemüht sich, dem Eindruck zu begegnen, Unilateralismus sei die Devise der neuen Administration. Doch mit der Kündigung des Kyoto-Klima-Protokolls ausgerechnet am Tag vor seinem ersten Europabesuch im Juni 2001 scheint Bush genau diese, einseitige Wahrnehmung amerikanischer Interessen zu bestätigen.

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