1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Filme

Ein hoffnungsvoller Jahrgang

Dieter Kosslick hat den deutschen Film bei der Berlinale aus einem langen Dornröschenschlaf geweckt. Ein Kommentar von Jochen Kürten.

default

Andreas Dresen erhielt einen Silberner Bären für den deutschen Wettbewerbsbeitrag "Halbe Treppe"

Es ist noch gar nicht so lange her, dass deutsche Regisseure den Wettbewerb der Berliner Filmfestspiele mieden wie der Teufel das Weihwasser.

Denn der deutsche Film war nicht gut angesehen beim Berliner Publikum - und bei der Kritik schon gar nicht. Das war zum Teil selbst verschuldet. In den 80er Jahren wurden die einheimischen Filme oftmals geradezu erdrückt vom missionarischen Eifer ihrer Regisseure.

Gestelzte Dialoge, theaterhaft agierende Schauspieler, intellektuelle Drehbücher - das deutsche Kino der damaligen Zeit war zu kopflastig, als dass es mehr als ein paar eingefleischte Cineasten ins Kino locken konnte.

Unvergesslich etwa die Vorführung von Margarethe von
Trottas Film "Heller Wahn" im Berlinale-Wettbewerb - die Reaktion von Publikum und Kritik glich eher einer Hinrichtung als einer halbwegs fairen Auseinandersetzung.

Man musste die deutschen Filme dieser Jahre nicht mögen, um doch Mitleid mit ihren Regisseuren zu empfinden.

In den 90er Jahren dann, als das deutsche Kino die Gedankenschwere früherer Zeiten mit einem Übermaß an komödiantischen und Genre-Elementen abzustreifen versuchte, wurden die Regisseure zum Teil gar nicht mehr eingeladen, ihre Werke als zu leicht befunden, um im Wettkampf mit den Arbeiten der Kollegen aus dem Ausland zu bestehen.

Die Redaktion empfiehlt

Symbolbild Film Festival roter Teppich

Dossier KINO Favoriten: Die Besten des deutschen Films

Was sind die besten Dramen, die lustigsten Komödien, die Top-Schauspielerinnen und die größten Leinwandhelden? In der Serie "KINO Favoriten" präsentiert das DW-Filmmagazin seine ganz persönliche Auswahl.