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Asien

Ein Händedruck für den Frieden?

Inmitten des Kaschmir-Konflikts hat Pakistans Präsident Pervez Musharraf auf dem Südasiengipfel in Nepal eine Geste der Versöhnung an Indien gerichtet. Er hat Indiens Premier Atal Behari Vajpayee die Hand gereicht.

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Pervez Musharraf (links) und Indiens Premierminister Atal Bihari Vajpayee (rechts)

Er reiche Vajpayee die Hand "in aufrichtiger Freundschaft", sagte Musharraf nach seiner Rede vor den Konferenzteilnehmern in Kathmandu. "Lassen sie uns gemeinsam eine Reise des Friedens, der Harmonie und des Fortschritts in Südasien beginnen", sagte Musharraf. Vajpayee begrüßte die Initiative Musharrafs, betonte aber, der Geste müssten Taten folgen.

Der Händedruck der beiden mächtigsten Staatsführer Südasiens, das weckt wieder Hoffnungen auf eine friedliche Beilegung des Konflikts. Indiens Premierminister Vajpayee ging in seiner Rede auf den Händedruck ein. Er sei froh,
dass Präsident Musharraf ihm die Hand der Freundschaft gereicht hat. Er, Vajpayee, habe Musharrafs Hand vor allen Versammelten geschüttelt. Jetzt müsse Musharraf dieser Geste Taten folgen lassen, nämlich mit allen Mitteln verhindern, dass von Pakistan aus Terroristen Gewalt über Indien brächten.

Die Konfliktpositionen

Damit wiederholte Vajpayee die alte Forderung Indiens, nämlich Pakistan solle nicht weiter militante Kaschmir-Separatisten unterstützen. Die werden nach indischer Sicht zunächst in Koranschulen zu Fundamentalisten erzogen, dann vom pakistanischen Geheimdienst zu Terroristen ausgebildet, um im indischen Teil Kaschmirs Terroranschläge zu verüben. Auch der Anschlag auf das indische Parlament in Neu Delhi vor drei Wochen soll auf das Konto dieser Extremisten gehen.

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