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Fußball

Ein Gipfeltreffen und ein Hauch von 2. Liga

Nach dem Grusel-Kick der Nationalelf gegen Finnland bekommt das Hamburger Publikum an diesem Samstag eine zweite Chance auf Spitzenfußball: HSV gegen Leverkusen, der Zweite gegen den Ersten.

Kampf um die Spitze: Im Februar gewann der HSV gegen Bayer (Foto: AP)

Kampf um die Spitze: Im Februar gewann der HSV

Das Duell der beiden Spitzenteams verspricht Spannung: Beide Mannschaften spielten bisher beeindruckenden Offensiv-Fußball, schossen die meisten Tore in der Liga und strotzen nach acht Spielen ohne Niederlage vor Selbstvertrauen. "Wir wollen jedes Spiel gewinnen, auch dieses“, formulierte Leverkusens Fußball-Lehrer Jupp Heynckes die eigenen Ambitionen vor dem bislang schwersten Spiel seiner Mannschaft. Er erwartet von "zwei sehr kreativen Mannschaften mit offensiver Spielphilosophie“ ein Spiel "mit hohem Tempo und hoher fußballerischer Qualität“. Das lässt hoffen. Heynckes Optimismus stützt sich auf die gute Personalsituation bei Bayer. Abgesehen von den verletzten Patrick Helmes und Michal Kadlec kann der Trainer aus dem Vollen schöpfen.

HSV-Coach Bruno Labbadia. (Foto: AP)

Trifft auf seine Ex-Elf: HSV-Coach Labbadia

Sein Gegenüber ist ein guter Bekannter für Leverkusen: Bruno Labbadia. Erstmals seit seinem Wechsel vom Rhein an die Elbe trifft der 43-Jährige auf seine alte Mannschaft und hat nur ein Ziel mit dem HSV: "Stuttgart und Bayern haben wir geschlagen, nun wollen wir das dritte Abendspiel gewinnen.“ Ihm fehlen allerdings die etatmäßigen Angreifer Mladen Petric und Paolo Guerrero, die durch zwei Mitglieder der Abteilung "Jugend forscht“ ersetzt werden sollen: Neben dem 23 Jahre alten schwedischen Neuzugang Marcus Berg könnten Flügelspieler Eljero Elia (22) oder der Türke Tunay Torun (19) im Sturm auflaufen.

Werder - Hoffenheim: Erinnerungen an das 5:4

Die zweite Top-Partie des Spieltages verspricht ebenfalls attraktiven Offensivfußball: Mit Bremen gegen Hoffenheim trifft der Vierte auf den Fünften der Tabelle. Die Partie weckt Erinnerungen an die Vorsaison, als Werder die Mannschaft von Trainer Rangnick nach einem packenden Krimi mit 5:4 niederrang. Mittlerweile scheinen beide Defensivabteilungen allerdings Fortschritte gemacht zu haben.

Van Gaal und Robben freuen sich (Foto: AP)

Van Gaal freut sich über Robbens Rückkehr

Profitieren von den beiden Gipfeltreffen wollen vor allem die bislang enttäuschenden Bayern, die mit einem Sieg in Freiburg den Acht-Punkte-Rückstand auf die Spitze verkleinern wollen. Der in die Kritik geratene Trainer Louis van Gaal will auf ein 4-4-2 System mit zwei Spitzen umstellen. Die sollen Klose und Toni heißen, da Gomez gerade in einer "sehr schwierigen Periode“ stecke, wie es van Gaal formulierte. Hoffnungen bei den Bayern weckt auch die Nachricht von der schnellen Rückkehr des Dribbel-Künstlers Arjen Robben, der nur zwei Wochen nach seiner Knie-Operation in Freiburg wieder auf der Bank sitzt.

Köln wirklich "auf Augenhöhe" mit Mainz?

Auf der Bank des FSV Mainz 05 sitzt eine der Entdeckungen der Saison - und es ist ausnahmsweise kein Spieler: Trainer Thomas Tuchel formte eine starke Mainzer Mannschaft, die als Tabellensechster mit breiter Brust den Rhein hinab nach Köln fährt. Trotz der bislang enttäuschenden Auftritte der Geißböcke erwartet Tuchel "ein Duell auf Augenhöhe“ mit Köln. Dort erhoffen sich die FC-Fans von Nationalstürmer Lukas Podolski endlich sein zweites Saisontor.

Lukas Podolski (Foto: dpa)

Knoten geplatzt? Podolski soll wieder für Köln treffen

In Stuttgart bringt die sportliche Krise des VfB die Verantwortlichen offenbar um die Nachtruhe. "Der Schlaf wird nicht ruhiger seit Wochen. Erst der Sommer mit der schwierigen Transferzeit, nun dieser Start. Da träumt man schlecht", sagte Sportvorstand Horst Heldt vor dem Spiel. Der VfB hat in acht Spielen erst acht Punkte geholt und rangiert auf Platz 13. Ein Teil des Personals sei "mental angeschlagen", wie Heldt berichtete. Wesentlich ruhiger ist Schalkes Trainer Felix Magath vor der Partie. Einige Spieler wie Sanchez, Mineiro oder Bordon stehen nach überstandenen Verletzungen wieder zur Verfügung.

Abstiegsgepenst spukt in Nürnberg

Ein Hauch von zweiter Liga weht am Samstag bereits über dem Nürnberger Stadion. Der Club empfängt als Vorletzter Schlusslicht Hertha BSC. Wenn der schlechteste Angriff der Liga (Nürnberg 4 Tore) auf die schlechteste Abwehr (Berlin 20 Gegentore) trifft, erscheint der Ausgang des Kellerduells völlig offen. Immerhin kehrt bei der Hertha mit Jaroslav Drobny die Nummer 1 wieder zurück zwischen die Pfosten. An der gleichen Stelle fehlt Hannover 96 im Spiel in Frankfurt immer noch Nationaltorwart Robert Enke, der noch im Aufbautraining ist. Beruhigend für 96-Trainer Andreas Bergmann ist lediglich, dass auch sein Gegenüber, Eintracht-Trainer Michael Skibbe, personell improvisieren muss.

In den Sonntagsspielen empfängt dann noch Meister Wolfsburg die Borussia aus Mönchengladbach und Dortmund im "kleinen Revierderby“ Bochum.

DW-Radio berichtet an diesem Samstag live ab 16.05 Uhr MESZ. Außerdem überträgt der Hörfunk die 2. Halbzeit des Topspiels zwischen Hamburg und Leverkusen live ab 19.30 Uhr.

Autor: Joscha Weber
Redaktion: Arnulf Boettcher

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