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Filme

Ein Frauenfilmfestival nicht nur für Frauen

Sie sind Frauen, sie machen politische Filme und sie kommen aus einem Land, das eben das nicht gerne sieht: Der Iran steht im Fokus des Internationalen Frauenfilmfestivals, das am Mittwoch (11.10) begonnen hat.

Ausschnitt aus dem Film Look both ways der Australierin Sarah Watt

Der Film "Look both ways" von Sarah Watt ist dieses Jahr für den Debütpreis nominiert

116 Filme, 32 Länder, alle Genres, Vielfältigkeit als Markenzeichen, damit das Publikum "Einblick in fremde Welten und Lebensformen" bekommt. Das ist das Motto des diesjährigen Internationalen Frauenfilmfestival Dortmund/Köln (IFFF). Das Festival verleiht den Debüt-Preis "Horizonte", bietet Specials, diskutiert aktuelle Themen und ist ein Forum für Regisseurinnen, Fachpublikum und Filmliebhaber aus aller Welt. Workshops zu filmwissenschaftlichen Fragestellungen und vielseitige Gesprächsangebote sollen Diskussionen zwischen Künstlerinnen und Publikum ermöglichen.

Tabuthema

Play: Alicia Scherson

Play: Alicia Scherson

Mit einem in seinem Heimatland Indien umstrittenen Film wurde das Festival eröffnet. Er ist einer von acht Wettbewerbsbeiträgen internationaler Regisseurinnen, die um den Debütfilmpreis "Horizonte" in Höhe von 10.000 Euro konkurrieren.Die Regisseurin Shonali Bose wage sich mit ihrem Debüt "Amu" an ein Tabuthema, so die Veranstalter in Köln. Seit 2000 wird mit der Verleihung des Debütfilmpreises ein deutlicher Akzent auf die Nachwuchsförderung gelegt und die Aufmerksamkeit auf neue Regietalente gelenkt.

Sechs lange Dokumentationen und 40 kurze Filme mit unterschiedlichen Themen und von verschiedenen Orten zeigt das Programm "Panorama". Das Programm-Spezial "B-Sides Bollywood" präsentiert Filme der indischen Regisseurinnen Aparna Sen und Madhusree Dutta. Außerdem sind Filme aus der Lesben- und Transgenderszene zu sehen.

Fokus Iran

Im Fokus steht in diesem Jahr jedoch der Iran, dessen filmschaffende Frauen ihre weibliche Sicht auf das Land in Kurz-, Lang- und Dokumentarfilmen sowie Fotografien präsentieren - eine ständige Gratwanderung zwischen Tradition und Emanzipation. Zu Wort kommen nicht nur im Iran lebende und arbeitende Regisseurinnen, auch in Europa lebende Exil-Iranerinnen berichten von ihren Erfahrungen. Sie gehen außerdem den Fragen nach, mit welchen Problemen von Integration und Migration sie sich konfrontiert sehen und wie sie filmisch damit umgehen. Das Filmprogramm mit dem Fokus Iran bietet aktuelle Spielfilme, die 2006 erst in den Teheraner Kinos liefen. Neben Filmen über das Leben iranischer Frauen bilden Filme über die Kindheit und Jugend im Iran einen thematischen Schwerpunkt des Programms.

Feminale 2004: City Paradise

Feminale 2004: City Paradise

Prominente Gäste

Die aktuellen internationalen Filmproduktionen werden bis Sonntag (15.10.) in Köln und Dortmund gezeigt. Zu den prominenten Gästen gehört die iranische Starregisseurin Tahmineh Milani, die im "Fokus Iran" ihren neuesten Film "Cease Fire" vorstellen und als Jurymitglied für den Wettbewerb "Horizonte" mitwirken wird.

Das Internationale Frauenfilmfestival findet in diesem Jahr zum ersten Mal nach der Fusion der beiden Filmfestivals "Feminale" aus Köln und "femme totale" aus Dortmund statt. Der Austragungsort soll künftig jährlich wechseln. Im nächsten Jahr läuft das Festival vom 17. bis 22. April 2007 in Dortmund. (ca)

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  • Datum 12.10.2006
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