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Ein Festival für Poesie in vielen Formen

Einmal im Jahr schwebt Berlin auf einer Wolke der Poesie. Beim Poesiefestival im Juni kommen mehr als 150 Dichter und Künstler verschiedene Genres in die Hauptstadt, um Poesie vielfältig erlebbar zu machen.

16. Poesiefestival Berlin in der Akademie der Künste (Foto: imago/M. Schmidt)

Vor einem Jahr beim Poesiefestival Berlin

Zum 17. Mal ist am Freitag das Poesiefestival in Berlin gestartet. Bis zum 11. Juni steht es unter dem Motto "Kein schöner Land". Eine Anlehnung an das alte deutsche Volkslied "Kein schöner Land in dieser Zeit"? Vielleicht, doch es geht keineswegs nur um romantisierende Lyrik zum Genießen. Diesmal stellt sich das Poesiefestival auch den aktuellen Fragen nach möglichen Veränderungen in unserem Land und in Europa als Folge des Zuzugs von Flüchtlingen und Migranten. "Flucht und Migration verändern unsere Lebenswirklichkeit und trotz aller Schwierigkeiten gewinnt Europa mit den Menschen, die aus aller Welt kommen, an Kulturen, Sprachen und Wort-Schätzen dazu", heißt es seitens der veranstaltenden Akademie der Künste.

Weil mehr als 150 Dichter, Schriftsteller, Sänger Tänzer, Schauspieler aus bald 40 Ländern der Erde zusammenkommen, bekommen im Programm des Festivals auch die Probleme einen Platz, mit denen die Künstler in der Heimat zu kämpfen haben. Die Formen dafür sind vielfältig: Lesungen, Performances und Konzerte, aber auch Gesprächen und Diskussionen.

Eine besondere Nacht zu Beginn

Den Auftakt für das 17. Poesiefestival Berlin machte, wie bereits in früheren Jahren, ein Konzert in verschiedenen Sprachen und mit internationalen Stimmen. Unter dem Motto: "Weltklang – Nacht der Poesie", traten unter anderem die Künstler Caroline Bergvall (Norwegen), Luis Felipe Fabre (Mexiko), Gerhard Falkner, Uljana Wolf (Deutschland) und Ana Blandiana (Rumänien) auf.

Der Programmteil "Poetry and conflict" bietet solchen Dichterinnen und Dichtern aus verschiedenen Kontinenten eine Plattform, die gesellschaftliche Fehlentwicklungen und desolate Lebensbedingungen in ihren Heimatländern ändern wollen - durch ihre Werke und Aktivitäten. Viele nahmen teil an Aufständen, an Kämpfen für Menschenrechte oder waren Zeugen von Kriegen: Mit ihnen hat die Poesie beim Berliner Festival erneut auch eine authentische politische Note.

Das Poesievestival Berlin findet seit 2000 jährlich statt.

kk/as (dpa/adk)