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Aktuell Amerika

"Ein erstaunlich gutes Ergebnis"

Intensiv hat die NASA die Daten der Landung des Marsrovers "Curiosity" ausgewertet und festgestellt: Das komplizierte Manöver lief nahezu perfekt! Gelöst werden konnte auch das Rätsel um eine Staubwolke.

"Curiosity" ist auf dem Mars nur knapp 200 Meter von der geplanten Stelle entfernt gelandet. Das fanden Wissenschaftler der US-Raumfahrtbehörde NASA nach Untersuchung der Daten heraus, die das Roboterfahrzeug in seinen ersten Tagen auf dem Roten Planeten gesendet hat. Nach einem rund 560 Millionen Kilometer langen Flug sei das ein erstaunlich gutes Ergebnis, sagte der NASA-Wissenschaftler Steve Sell. "Es ist unglaublich, wenn man jahrelang Pläne macht und dann sieht, dass sie genau so aufgehen."

"Gehirntransplantation"

In den kommenden Tagen soll die Software des Rovers komplett ausgetauscht werden - eine Art "Gehirntransplantation", wie die NASA es formuliert. "Die Flug-Software, die 'Curiosity' im Moment noch benutzt, war darauf fokussiert, das Fahrzeug zu landen. Sie hat viele Komponenten, die wir jetzt einfach nicht mehr brauchen", erläuterte ein Forscher. Mit der neuen Software kann der Rover losrollen und wissenschaftliche Experimente starten.

"Curiosity" soll auf dem Mars unter anderem nach Spuren von Kohlenstoff suchen, der eine Grundvoraussetzung für die Entwicklung von Leben ist. Dazu hat der mit Atomantrieb ausgerüstete Rover eine Reihe von wissenschaftlichen Geräten, Kameras und eine Wetterstation an Bord. Sein Einsatz ist zunächst auf 23 Monate angelegt.

Bemerkenswerter Zufall

Nach tagelangem Rätseln über eine Staubwolke auf Aufnahmen von "Curiosity" konnte die NASA nun die Lösung präsentieren. Sie seien sich inzwischen ziemlich sicher, dass die undeutlichen Aufnahmen in schwarz-weiß den Aufprall einer Raketenstufe zeigten, berichteten Experten. Die Raketenstufe hatte sich planmäßig von "Curiosity" gelöst und war rund 600 Meter von der Landestelle entfernt aufgeschlagen. Es handele sich um einen bemerkenswerten Zufall, "dass wir diesen Aufschlag einfangen konnten", sagte Sell. "Curiosity" sei zur richtigen Zeit am richtigen Platz gewesen und habe in die richtige Richtung geschaut.

wa/pg (dpa, dapd)

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