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Aktuell Europa

Ein Disco-Brand und seine späten Folgen

Die Katastrophe ist nun eine Woche her: der Brand in einer Diskothek in der rumänischen Hauptstadt Bukarest. Jetzt sind neun weitere Menschen ihren Verletzungen erlegen. Viele liegen noch schwerverletzt in der Klinik.

Insgesamt stieg die Zahl der Toten nach dem Feuer vor einer Woche auf 41 Menschen, wie Übergangs-Ministerpräsident Sorin Cimpeanu sagte. Etwas mehr als 100 lägen noch im Krankenhaus, über 40 Personen befänden sich in ernstem oder kritischem Zustand.

Nach dem am Freitag vor einer Woche ausgebrochenen Feuer waren Zehntausende Menschen auf die Straßen gegangen. Die Korruption in dem Land ist ihnen ohnehin ein Dorn im Auge, und die Mißstände hätten letztlich auch zur Katastrophe in Bukarest geführt. Die Regierung trat angesichts der Demonstrationen zurück, doch die Proteste halten dennoch an. So auch am Samstag, als den fünften Tag in Folge Tausende Menschen gegen die öffentliche Verwaltung demonstrierten, die sie gleichfalls als weitgehend korrupt ansehen.

Bürgermeister in Gewahrsam

Die Strafverfolgungsbehörden nahmen derweil den Bürgermeister des Stadtbezirks in Gewahrsam, in dem die Diskothek steht. Es lägen Hinweise vor, dass er dem Club eine Betriebserlaubnis ausgestellt habe, obwohl keine Freigabe der Feuerwehr vorgelegen habe.

Rumänien Proteste in Bukarest

Der Zorn über die Brandkatastrophe in Bukarest lässt die Rumänen nicht los

Nach dem Brand am Freitagabend vergangener Woche waren zunächst 32 Todesopfer gemeldet worden, fast 200 weitere Disco-Besucher wurden verletzt. Augenzeugen und Medien berichteten von offenkundigen Verstößen gegen Brandschutzauflagen. Die drei Besitzer der Disco "Colectiv" wurden wegen fahrlässiger Tötung am Dienstag festgenommen.

Auch Präsident Klaus Iohannis hatte nach dem folgenschweren Brand eine "Inkompetenz der Behörden" gebrandmarkt und ein Ende der Korruption gefordert.

ml/haz (rtr,afp)