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Aktuell Europa

Ein César für Kristen Stewart

Frankreichs nationaler Filmpreis feiert runden Geburtstag – und zum ersten Mal wird eine US-Schauspielerin mit einem César geehrt. Die 40. Gala im Pariser Théâtre du Châtelet brachte noch mehr Überraschungen.

Der Mauretanier Abderrahmane Sissako bekam den César für die beste Regie. Er ist der erste Afrikaner, der diese Auszeichnung erhält. Sein Werk "Timbuktu" heimste in Paris sechs weitere Trophäen ein, darunter die für den besten Film und das beste Originaldrehbuch.

Das Drama erzählt von der allmählichen Besetzung der malischen Stadt durch Islamisten. "Timbuktu" ist am Sonntag auch im Oscar-Rennen um den Titel als bester fremdsprachiger Film mit dabei.

Kristen Stewart wurde für ihre Nebenrolle in dem Film "Die Wolken von Sils Maria" geehrt. Die aus der Vampirsaga "Twilight" bekannte 24-Jährige ist in dem Drama an der Seite von Juliette Binoche zu sehen.

Als bester Hauptdarsteller setzte sich Pierre Niney durch. Der 25-Jährige wurde für seine Darstellung des französischen Modemachers Yves Saint Laurent in dem gleichnamigen Film von Jalil Lespert ausgezeichnet. Die Auszeichnung für die beste Schauspielerin ging an Adèle Haenel ("Les Combattants").

"Das Salz der Erde" von Wim Wenders hat den César für den besten Dokumentarfilm gewonnen. Mit der Hommage an den Fotografen Sebastião Salgado geht der deutsche Regisseur am Sonntag auch ins Rennen um die Doku-Oscars. Wenders nahm den Preis bei der Zeremonie im Théâtre du Châtelet nicht persönlich entgegen.

Die Ehrentrophäe ging an den US-Schauspieler Sean Penn. Er habe das französische Kino schon immer sehr geschätzt, weil es zahlreichen Schauspielern und Schauspielerinnen zu ihrem Traum verholfen habe, sagte der zweifache Oscar-Preisträger. Die Trophäe wurde dem 54-Jährigen von Frankreichs Leinwandstar Marion Cotillard überreicht.

rb/qu (afp, dpa)