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Fußball

Ein Bundesligist zieht um

Der Erstligist Bayer Leverkusen bestreitet seine Heimspiele in der Rückrunde in Düsseldorf. Der Umbau des heimischen Stadions soll im August 2009 abgeschlossen sein.

Noch spielt Bayer Leverkusen in der Baustelle BayArena

Noch spielt Bayer Leverkusen in der Baustelle BayArena

Der Countdown läuft für Bayer Leverkusen. Der Bundesligist hat noch drei Spiele in der Baustelle BayArena vor sich, dann heißt es umziehen. Doch es geht nicht, wie man vermuten könnte, über den Rhein zum benachbarten 1. FC Köln, sondern nach Düsseldorf in die 50 Kilometer entfernte LTU-Arena. "Altbier ist uns in diesem besonderen Fall näher als Kölsch", meint Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser. Der wahre Grund ist jedoch ein sportlicher: "Mit Fortuna haben wir keine Konkurrenz, da herrscht ein wunderbares Einvernehmen. Das ist mit dem Verein auf der anderen Rheinseite nicht immer so."


Acht "Heimspiele" auswärts in Düsseldorf

Weil der Umbau der Leverkusener Arena bei laufendem Betrieb dauerhaft nicht möglich ist, muss der Erstligist seine acht Heimspiele in der Rückrunde auswärts austragen.

Die Duesseldorfer LTU-Arena

Die Düsseldorfer LTU-Arena

Die Wahl auf Düsseldorf fiel auch deshalb, weil die Arena dort "zu den schönsten und modernsten Stadien in Deutschland zählt", sagt Holzhäuser. "Selbst wenn nur 25.000 Zuschauer da sind, hat man immer das Gefühl, das Stadion ist halbvoll und nicht halbleer." Die erste Pflichtpartie in der 51.500 Zuschauer fassenden Düsseldorfer Arena bestreitet Bayer bereits am 28. Januar im DFB-Pokal gegen Energie Cottbus. Das erste Bundesliga-"Heimspiel" steht für die Leverkusener Anfang Februar gegen den VfB Stuttgart auf dem Programm. Insgesamt rechnet Leverkusens Geschäftsführer mit Ausgaben von rund 330.000 Euro pro Partie. Gedeckt wären die Kosten bereits bei 23.000 Zuschauern.

Gastgeschenk für Fortuna


Profitieren vom Umzug soll auch Drittligist Fortuna Düsseldorf, der von jeder verkauften Tageskarte und einmalig für jedes der 16.000 Dauertickets einen Euro erhält und so mit einem "Gastgeschenk" zwischen 65.000 und 100.000 Euro rechnen kann.

Peter Frymuth (li.) und Wolfgang Holzhäuser

Peter Frymuth (li.) und Wolfgang Holzhäuser

Das Geld soll in die Jugend- und Nachwuchsarbeit investiert werden. Der Traditionsverein, der 1933 Deutscher Meister war und 1979 den DFB-Pokal holte, gehört zu den Aufstiegsfavoriten in die 2. Bundesliga. Von den Gastspielen des Bayer-Teams erhofft sich Fortuna-Vorstandschef Peter Frymuth auch Synergie-Effekte: "Es werden eine Vielzahl von Zuschauern neu in die Arena kommen. Das ist für die Sportstadt Düsseldorf und die Arena sicherlich ein positiver Effekt." Vor allem geht es auch darum, neue Sponsoren zu gewinnen. "Die Unternehmen werden jetzt einmal sehen, wie schön Bundesliga-Fußball in Düsseldorf sein kann. Und ich hoffe, dass sich daraus auch eine gewisse Motivation ergibt." Ein wenig träumt Frymuth bereits von den letzten beiden Saison-Spielen in Düsseldorf im Sommer 2009, wenn dann Leverkusen gegen Borussia Mönchengladbach vielleicht die Meisterschaft perfekt macht und die Fortuna sich gegen Werder Bremen II den Aufstieg sichert.


Umbau nach Plan


In Leverkusen läuft derweil der etwa 70 Millionen Euro teure Umbau "voll nach Plan", so Holzhäuser.

Die neue BayArena soll im August 2009 eingeweiht werden / dpa

Die neue BayArena soll im August 2009 eingeweiht werden

"Bis Ende Dezember werden die Oberränge an der West-, Nord- und Osttribüne errichtet sein. Und wir gehen davon aus, dass wir am 15. August 2009 das erste Pflichtspiel in der BayArena austragen werden." Das Stadion wird von 22.500 auf ein Fassungsvermögen von 30.000 Zuschauern ausgebaut. Geplant sind mehr Logen für die VIPs. Und Highlight wird ein zeltartiges Dach, das weit über den Tribünenbereich hinausragen wird und so den Zuschauern auch vor dem Stadion Schutz vor Regen bietet.

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