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Kultur

Ein Blick auf deutsch-deutsche Kunst

Unter dem Titel "Klopfzeichen" nehmen zwei Ausstellungen in Leipzig erstmals umfassend die gesamtdeutsche Kunst- und Kulturentwicklung der 80er Jahre in den Blick. Symbolträchtig: Der "wiedervereinigte" Arbeitstisch des Liedermachers Wolf Biermann. Als Biermann 1976 aus der DDR ausgebürgert wurde, zerteilte er den Tisch: Die eine Hälfte nahm er mit in die Bundesrepublik, die andere blieb bei einem befreundeten Maler in der DDR. Im Mittelpunkt der Ausstellung "Mauersprünge" im Zeitgenössischen Forum stehen Werke und Biografien von prominenten Ex-DDR-Künstlern wie der Sängerin Nina Hagen, dem Regisseur Frank Beyer oder dem Schauspieler Manfred Krug. Auch die schwarz-rote Lederjacke, die der Rockmusiker Udo Lindenberg 1987 dem damaligen DDR-Staatschef Erich Honecker schenkte, fehlt nicht. Die Verbindungen, aber auch Unterschiede der Kunst in Ost und West werden in der zweiten Ausstellung im Museum der Bildenden Künste deutlich gemacht. Im "Wahnzimmer" stehen rund 300 Werke von 78 Künstlern, die auf inoffiziellem Weg die Grenzen durchlässig gemacht haben.