Ein besonderes Trio lässt Dortmund jubeln | Sport | DW | 18.02.2018
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Bundesliga

Ein besonderes Trio lässt Dortmund jubeln

Borussia Dortmund holt im achten Spiel unter Peter Stöger den fünften Sieg. Im Fokus stehen dabei drei Freunde - von denen einer auch noch zum Matchwinner avanciert.

Es war eine Offensivreihe zum Zungeschnalzen, die sich da hinter Michy Batshuayi postiert hatte - gleich drei deutsche Nationalspieler! Und dann auch noch langjährige Kumpels, von denen bekannt ist, dass sie sich mögen und mitunter sogar gegenseitig im Urlaub besuchen. Was dabei für manch einen allerdings wohl nur schwer zu glauben gewesen sein mag: André Schürrle, Mario Götze und Marco Reus standen zum allerersten Mal überhaupt gemeinsam in der Startelf von Borussia Dortmund.

Traumtor von Reus

Nun hatte jeder dieser drei in den vergangenen Jahren seine ganz persönlichen Auf und Abs gehabt, alle drei standen jeweils auf ihre ganz eigene Art für große Sternstunden, aber auch für ebenso große Rückschläge und Durststrecken. Der Grund für die verspätete Premiere des Trios im Trikot von Schwarz-Gelb ist aber zuletzt wohl vor allem im anhaltenden Verletzungspech von Marco Reus zu sehen. Der hatte erst am vergangenen Wochenende beim 2:0 gegen den HSV (mal wieder) ein Comeback gegeben, nachdem er mehr als sieben Monate wegen eines Kreuzbandrisses pausieren musste.

Die drei großen Hoffnungsträger fit und auf dem Platz wiedervereint - wer sich da vor dem Spiel Großes ausgemalt hatte, wurde nicht enttäuscht. Zwar war es spielerisch auf dem lädierten Rasen von Mönchengladbach wenig ansehnlich, allerdings waren allein ein Spielzug der drei und vor allem das daraus resultierende Tor von Reus das Eintrittsgeld wert. Der Offensivmann knallte den Ball in der 32. Minute förmlich mit einer Bogenlampe an die Unterlatte. Von dort schlug er unhaltbar für Gladbach-Keeper Yann Sommer ein. "Ich habe ihn eigentlich gar nicht gut getroffen. Ich wollte eigentlich weiter links schießen.", gab Reus nach dem Spiel zu, "aber wichtig ist, dass er drin ist."

Bundesliga Borussia Dortmund Möchengladbach Roman Bürki (imago/Jan Huebner)

Der Schweizer Roman Bürki hielt das "zu Null" für den BVB fest

Zweite Hälfte: Kampf statt Ästhetik

Im restlichen Spiel waren allerdings andere Tugenden gefragt. Als der Druck von Gladbacher Seite größer wurde, - vor allem in der zweiten Hälfte musste Roman Bürki immer wieder klären - war Dortmund das glücklichere Team. "Es war heute ein Arbeitssieg, das gehört auch mal dazu", gab der Dortmunder Keeper dann auch unumwunden zu. "Es waren wichtige drei Punkte und wichtig, dass wir zu null gespielt haben".

Das Ende des Spiels erlebte übrigens keiner der drei so hochgelobten Freunde auf dem Feld: Trainer Peter Stöger nutzte seine drei Wechsel, um nacheinander Götze (74.), Reus (79.) und Schürrle (87.) in der vorzeitigen Feierabend zu schicken.

Für die andere Borussia aus Mönchengladbach dürfte es nach der vierten Niederlage am Stück zunehmend ungemütlich werden: Der Druck auf Trainer Dieter Hecking wächst.

 

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