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DokFilm

Ein Bauer für Putin - Stefan Dürr

Ende der 1990er Jahre kam Stefan Dürr als Student aus dem Odenwald nach Sibirien. Heute ist er einer der größten Agrar-Unternehmer Russlands – produziert Milch und Getreide, Saatgut und Fleisch. Und schwärmt von seiner neuen Heimat und Präsident Putin.

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Stefan Dürr hat sein eigenes "Imperium" in Russland. Er besitzt mindestens 200.000 Hektar Land und 60.000 Kühe, 4.000 Mitarbeiter gehören zu seinem Unternehmen. Putin persönlich hat ihm vor zwei Jahren die russische Staatsbürgerschaftsurkunde überreicht. Russland will unabhängig von europäischen Importen werden und Dürrs Milchimperium profitiert genau davon. Denn die staatlichen Subventionen, die Russland in den Aufbau der Landwirtschaft steckt, kommen auch Dürr zu Gute. Wo Dürr auch auftaucht, ob in Moskau bei der Landwirtschaftsmesse Agrofarm oder in den regionalen Ministerien von Kaluga und Woronesch, man hört ihm zu, man baut auf ihn. Wir treffen einen Mann, der davon schwärmt, wie sehr er sich in Russland entfalten konnte, Flächen kaufen, als Unternehmer wachsen und, auch das: Politik machen kann. Dürr, der Eishockeyfan hat ein Gleichnis parat: "Deutschland, " sagt Dürr, "ist wie Fußball: sehr durchdacht, nach strengen Regeln. Fouls werden bestraft, Schwalben können sich lohnen. In Russland ist es wie Eishockey: schneller, spontaner, härter - und doch nach fairen Regeln." Und das Spiel scheint Dürr zu liegen.