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Deutschland

Ein aufregendes Jahrzehnt

Terrorismus, Finanzkrise und Klimaerwärmung haben das Leben der Deutschen in den ersten zehn Jahren des 21. Jahrhunderts verändert. Aber natürlich gab es auch Ereignisse im eigenen Land, die ihr Leben beeinflusst haben.

Feuerwerksraketen explodieren über dem Brandenburger Tor in Berlin. (Foto:dpa)

Ein Jahrtausendbeginn mit Höhen und Tiefen

Es war ein mächtiger Donnerschlag, der am 11. September 2001 von der Südspitze Manhattans ausgehend überall auf der Welt zu hören war. An den Radio- und Fernsehgeräten verfolgen die Menschen, wie zwei Passagiermaschinen in die Türme des World Trade Centers in New York gesteuert werden und das Symbol des freien Welthandels zum Einsturz bringen. Gleichzeitig rast eine Maschine in das Pentagon, das amerikanische Verteidigungsministerium, eine weitere stürzt auf einem Acker in Pennsylvania zu Boden. Fast 3000 Menschen verloren durch diese Terroranschläge ihr Leben. Den meisten Beobachtern war klar, dass die Welt am Tag danach eine andere sein würde.

Das zweite Flugzeug befindet sich im Anflug auf den zweiten Trum des WTC am 11. Septmeber 2001, (Foto: AP)

Es war die schlimmste Terrorattacke der Geschichte: Die Anschläge des 11. September 2001 verändertern die Welt

Tot oder lebendig!

Der amerikanische Präsident George W. Bush stand vor der ersten großen Herausforderung seiner Präsidentschaft. Er ging sie mit seiner eher schlichten Art frontal an, indem er ein klares Feindbild zeichnete: Der Feind sei ein radikales Netzwerk von Terroristen, Feinde seien jene Regierungen, die diese Terroristen unterstützten und jeder, der nicht für Amerika sei, sei eben ein Feind. Wenig später eröffnete er die Jagd auf Osama Bin Laden, den Anführer von El Kaida, mit den Worten: "Im Westen Amerikas gibt es Poster, auf denen zu lesen steht: Gesucht – tot oder lebendig!"

Portraitfoto von Al-Kaida-Führer Osama Bin Laden während einer Ansprache. (Foto: AP)

Osama Bin Laden: Überall und nirgends

In Deutschland – wie in ganz Europa – war das Mitgefühl groß und auch die Bereitschaft, beim "Kampf gegen den internationalen Terrorismus" mitzumachen. Als der damalige SPD-Bundeskanzler Gerhard Schröder vor dem deutschen Bundestag von einer "Kriegserklärung gegen die gesamte zivilisierte Welt" sprach, wusste er die Mehrheit der Deutschen ebenso hinter sich wie bei seinem Versprechen "fest an der Seite der Vereinigten Staaten von Amerika zu stehen."

Einschränkung der Bürgerrechte

Wenige Tage später kündigte Innenminister Otto Schily an, durch vermehrte "Informationsgewinnung" den Staat gegen den Terrorismus schützen zu wollen. Das war der Startschuss für Gesetze zur Einschränkung von Bürgerrechten, zur Überwachung des Telefonverkehrs oder zur Lockerung des Briefgeheimnisses. Später wurden biometrische Reisepässe nach amerikanischem Vorbild eingeführt, das Land mit Überwachungskameras übersäht und Daten von deutschen Amerikareisenden vorab an die US-Geheimdienste übermittelt. Das Leben der Deutschen hat sich durch diese Maßnahmen verändert, genauso wie durch die Entsendung deutscher Soldaten nach Afghanistan.

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