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Filme

Ein Appell an die Freundschaft

"Dogma 95" heißt der erfolgreiche Exportartikel dänischer Filmemacher. "Italienisch für Anfänger" zeigt erneut, warum das so ist.

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Szenenfoto mit Olympia, Andreas und Karen

Der erste Teil von "Italienisch für Anfänger" ist heftig. Handlungsort ist eine triste Vorstadt Kopenhagens mit ständig wolkenverhangenem Himmel. Protagonisten sind drei Männer und drei Frauen in den Mitdreißigern, die vom Schicksal nicht gerade verwöhnt sind.

Da ist die Friseurin Karen, die in einem megakleinen Friseurgeschäft arbeitet, mit spießigen Gardinen an der Eingangstür und dunkelbraunen Brettern von vor 20 Jahren an den Wänden. Ihr Los ist ihre Mutter, die immer wieder, völlig heruntergekommen und vom Alkohol gekennzeichnet, weinend im Laden auftaucht, um sich Geld zu borgen oder ins Krankenhaus einliefern zu lassen.

Der Verkäuferin Olympia geht es nicht besser. Tagsüber macht sie den Verkauf in einer Bäckerei, abends betreut sie ihren kranken Vater, der vor der Glotze sitzt, sie ständig beschimpft und von der Rabenmutter spricht, die sie als Windelkind verlassen hat. Olympia und Karen sind sozial isoliert. Beide haben keine Kollegen, und ihre kranken Elternteile lassen kein Privatleben zu.

Der Hotel-Portier Jørgen ist ein liebenswerter "Trottel", dem man einen schlechteren Job als Gewinn verkaufen kann und der seit vier Jahren keinen Sex mehr hatte, weil er sich für impotent hält. Dem Ex-Fußballer Hal-Finn blieb von seiner Sportler-Karriere nur noch der Job des Chefs einer Sportler-Klause. Das ödet ihn an, deshalb beschimpft er seine Gäste gern nach Strich und Faden, was schließlich zu seinem Rausschmiss führt.

Alle sind Single, auch Giulia, eine junge Italienerin, die bei Hal-Finn gearbeitet hat und der Pastor und schon Witwer Andreas, der einen vom Dienst suspendierten aber dennoch ständig dazwischenfunkenden Pfarrer vertritt.

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