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Aktuell Kultur

Ehrenoscar für Harry Belafonte

US-Schauspieler und Sänger Harry Belafonte erhält im Alter von 87 Jahren einen Ehrenoscar vor allem für sein humanitäres Engagement. Er folgt damit Angelina Jolie, die den Preis im vergangenen Jahr erhielt.

Dieses Jahr geht der "Governors Award" unter anderem an US-Schauspieler und Sänger Harry Belafonte, so die Filmakademie in Los Angeles. Belafonte setze sich seit Jahren gegen Rassismus und Diskriminierung ein. Im Jahr zuvor erhielt US-Schauspielerin Angelina Jolie für ihren Einsatz als Sonderbotschafterin des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR den Preis.

Soziales Engagement in Afrika und den USA

Belafonte wurde in den 1950er Jahren mit seinem "Banana-Boat-Song" berühmt und bekam im Anschluss seine eigene Fernsehserie "Tonight with Belafonte". Daraufhin wurde ihm als erster Farbiger der bedeutende US-Fernsehpreis Emmy verliehen. Neben seiner künstlerischen Karriere setzte sich Belafonte für die schwarze Bürgerrechtsbewegung in den USA ein. Ende der 1980er Jahre wurde er außerdem zum Botschafter des Guten Willens des Kinderhilfswerks UNICEF ernannt. Er engagierte sich unter anderem für die Verbesserung der medizinischen Versorgung in Mozambique und setzte sich für AIDS-kranke Kinder in Südafrika und verstoßene Jungen und Mädchen in Ruanda ein.

Der Ehrenoscar ist ein Sonderpreis der "Academy of Motion Picture Arts and Sciences" und wurde 1929 ins Leben gerufen. Mit dem Preis werden unter anderem herausragende Lebenswerke und Beiträge für die Weiterentwicklung des Films ausgezeichnet. Der erste Preisträger war Charlie Chaplin. Seit 2009 wird der Award getrennt von der eigentlichen Oscar-Verleihung vergeben.

Weitere Preisträger

Neben Belafonte werden in diesem Jahr auch der Drehbuchautor Jean-Claude Carrière aus Frankreich, der japanische Regisseur Hayao Miyazaki und die irische Schauspielerin Maureen O’Hara mit dem Ehrenoscar ausgezeichnet. "Wir sind unendlich glücklich, diese außergewöhnlichen Mitglieder unserer weltweiten Filmemacher-Gemeinschaft ehren zu können", erklärte die Filmakademie. Die Zeremonie soll am 8. November im feierlichem Rahmen in Hollywood stattfinden.

ps/chr (dpa, afp)

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