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Aktuell Amerika

Ehemaliger Präsident El Salvadors ist tot

Sechs Jahre lang war Francisco Flores Präsident El Salvadors. Dann kamen Korruptionsvorwürfe auf. Er floh ins Ausland, stellte sich jedoch wieder. Jetzt starb er an den Folgen eines Schlaganfalles.

Der frühere salvadorianische Präsident Francisco Flores ist tot. Er sei am Samstagabend im Alter von 56 Jahren gestorben, teilte seine konservative Arena-Partei im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Flores hatte zuvor eine Woche lang nach einem Schlaganfall im Koma gelegen. Flores war von 1999 bis 2004 Präsident des mittelamerikanischen Landes. Nach Vorwürfen der illegalen Bereicherung in Millionenhöhe setzte er sich 2014 ins Ausland ab.

Flores soll Hilfsgelder veruntreut haben

Francisco Flores und anderen Personen in Schlüsselpositionen wurde vorgeworfen, im Jahr 2003 Spenden von der taiwanesischen Regierung in Millionenhöhe veruntreut zu haben, die als Hilfsgelder gegen Kriminalität und die Nachwirkungen des starken Erdbebens 2001 gedacht waren. Dieser Vorwurf führte zur einer ersten Untersuchung in der Parlamentarischen Versammlung. Zudem wurde der Fall von der Generalstaatsanwaltschaft für Korruption untersucht.

Während den Ermittlungen verließ Francisco Flores im Jahr 2014 El Salvador und wurde auf Anordnung der Richterin Marta Rosales bei Interpol zur Fahndung ausgeschrieben.

Vier Monate später kehrte er zurück und stellte sich den Behörden in El Salvador, wo er sich vor Gericht verantworten sollte. Flores hatte eingestanden, von der taiwanischen Regierung umgerechnet 10,8 Millionen Euro entgegengenommen zu haben. Er bestritt aber, das Geld veruntreut und sich illegal bereichert zu haben. Bis zu seinem Tod stand Flores unter Hausarrest.

as/cw ( afp, dpa, ape, wikipedia)