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Welt

Ehemalige First Lady Betty Ford gestorben

Sie war First Lady in den USA und doch nicht stromlinienförmig. Sie wurde die 'kämpfende First Lady' genannt, weil sie klare politische Vorstellungen hatte. Nun starb Betty Ford im Alter von 93 Jahren.

Betty Ford steigt in ein Auto (Foto: AP)

Betty Ford als First Lady 1975

Die frühere Präsidentengattin, Betty Ford, ist tot. Sie starb am Freitag (08.07.2011) im Alter von 93 Jahren in einem Krankenhaus im kalifornischen Rancho Mirage.

Elizabeth Anne (Betty) Bloomer wurde am 8. April 1918 in Chicago geboren und wuchs im US-Bundesstaat Michigan auf. Sie war in ihrer Jugend eine passionierte Tänzerin, die auch in der Truppe der berühmten Choreografin Martha Graham in New York auftrat. Bevor sie mit dem aufstrebenden Politiker Gerald Ford eine Familie gründete, war sie bereits einmal verheiratet.

Betty-Ford-Klinik für Suchtprobleme

Eingang der Betty-Ford-Klinik (Foto: dpa)

Betty Ford gründete die Klinik für Drogen- und Suchtprobleme in Kalifornien

Die Witwe des ehemaligen US-Präsidenten Gerald Ford war unter anderem durch die nach ihr benannte Betty-Ford-Klinik in Kalifornien bekannt, in der sich zahlreiche Prominente wegen Drogenproblemen behandeln lassen, unter anderem Liz Taylor, Johnny Cash oder zuletzt auch Lindsay Lohan. Leute, die wieder gesund geworden seien, hätten sie oft wissen lassen, sie habe deren Leben gerettet, hatte Betty Ford einmal in einem Interview gesagt.

Betty Ford war selbst tabletten- und alkoholabhängig gewesen. Darüber sprach sie ebenso offen wie über ihre Brustkrebserkrankung. Der Brustkrebs wurde in ihrer Zeit als First Lady diagnostiziert. Durch ihren offenen Umgang mit der Krankheit brachte sie viele Amerikanerinnen dazu, sich ebenfalls untersuchen und behandeln zu lassen.

Ford kämpfte für die Frauen

Betty und Gerald Ford 1975 (Foto: AP)

Betty Ford war oft nicht gleicher Meinung wie ihr Mann, der US-Präsident Gerald Ford

Sie war aber auch bekannt für ihre klaren politischen Vorstellungen, die häufig von denen der Republikanischen Partei ihres Ehemannes abwichen. Dafür bedachte sie das Magazin "Time" mit dem Titel "die kämpfende First Lady". So setzte sich Betty Ford während der Amtszeit ihres Gatten massiv für die Gleichberechtigung der Frauen ein. Sie war auch eine Befürworterin der Abtreibung. Gerald Ford war als 38. Präsident der USA von 1974 bis 1977 im Amt. Er starb im Dezember 2006. Das Paar bekam vier Kinder.

Autorin: Annamaria Sigrist (dpa,afp,rtr,dpad)
Redaktion: Marko Langer

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