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Fußball

Effektive Leverkusener schießen Stuttgart ab

Die Erfolgsserie von Bayer Leverkusen geht weiter. Die Werkself nutzt die wenigen Chancen gegen Stuttgart eiskalt zum Sieg. Der VfB bleibt in akuter Abstiegsnot und für Huub Stevens könnte es eng werden.

Huub Stevens hat sein Schicksalsspiel verloren und steht mit dem VfB Stuttgart am Rande des Abgrunds. Bei seinem Angstgegner Bayer Leverkusen verlor der Bundesliga Tabellenletzte am Freitagabend chancenlos mit 0:4 (0:2) - das Treuebekenntnis des VfB-Sportdirektors Robin Dutt zum Trainer Stevens wird wahrscheinlich nicht halten. Alexander Zorniger steht bei den 2015 nun in acht Ligaspielen sieglosen Stuttgartern angeblich als Nachfolger bereit.

Schon vor den Spielen der Konkurrenten im Abstiegskampf haben die Schwaben fünf Punkte Rückstand auf den rettenden 15. Platz. Bayer gewann dagegen auch sein fünftes Pflichtspiel in Serie zu Null, eroberte den dritten Platz und ist pünktlich zum

Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League bei Atletico Madrid

am Dienstag bestens in Form.

Stevens blaues Wunder

"Wunder gibt es immer wieder", hatte Stevens vor dem Spiel gesagt, aber die gibt es wohl nur in Schlagern von Katja Ebstein. Das erste Bundesliga-Tor des brasilianischen Linksverteidigers Wendell (32.) und der fünfte Saisontreffer von Josip Drmic (36.) besiegelten die VfB-Niederlage innerhalb von 235 Sekunden. Nach der Pause trafen Karim Bellarabi (50.) und erneut Drmic (59.) für Bayer, das seit fünf Jahren in zehn Spielen nicht mehr gegen Stuttgart verloren hat.

Das erst nach einer halben Stunde sehenswerte Spiel begann derart zerfahren, dass schon Kombinationen über drei Stationen Seltenheitswert hatten. Beide Mannschaften spielten vor 29.384 Zuschauern unpräzise, fanden den Passweg zum Mitspieler nicht und schenkten den Ball alle paar Sekunden her. Plötzlich aber stand Timo Werner auf der linken VfB-Angriffsseite frei und passte perfekt auf die einzige Spitze Daniel Ginzcek - der ehemalige Stuttgarter Bernd Leno im Tor rettete sensationell (17.).

Die Werkself, die im denkwürdigen Hinspiel (3:3) ein 3:0 verspielt hatte, verzeichnete am 48. Geburtstag ihres Trainers Roger Schmidt dagegen nicht einen Torschuss in den ersten 30 Minuten - doch die ersten beiden saßen. Ein 16-Meter-Schuss Wendells nach einem kollektiven Aussetzer der Stuttgarter Defensive war für Sven Ulreich nicht zu parieren, vier Minuten später traf Drmic per Kopf. Danach gab es nur noch eine Richtung, der VfB zerfiel in seine Einzelteile und wurde abgeschossen. Bellarabi traf, nachdem er Gotoku Sakai schwindelig gespielt hatte, Drmic schoss aus 14 Metern flach ein. Der VfB ließ sich fast gar nicht mehr im gegnerischen Strafraum blicken

Huub Stevens gab sich nach dem Spiel weiter kämpferisch: "Wenn ich spüre, dass die Spieler nicht mehr an mich glauben, dann melde ich mich beim Verein. Aber ich erreiche die Spieler noch". Der VfB Stuttgart bleibt auch im neunten Bundesligaspiel in Folge ohne Sieg.

tu (sid/dpa)

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