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Pressemitteilungen

Edition DW Akademie: Analyse zur Transformation von Staatssendern

Vom Staatssender zum unabhängigen Sender: Mediale Transformationsprozesse begleitet die DW Akademie unter anderem in der Mongolei und in Myanmar. Dazu hat die Akademie eine Studie mit vergleichenden Analysen vorgelegt.

Wann ist die Transformation eines Staatssenders zu einem unabhängigen Medienunternehmen erfolgreich? Können nur „Public Service Medien“ einen öffentlichen Auftrag erfüllen – oder auch private Sender und Bürgermedien? In der Reihe Edition DW Akademie gibt der Band „In the Service of the Public – Functions and Transformation of Media in Developing Countries“ Empfehlungen für künftige Projekte zur Transformation von Staatsmedien.

Die Autorinnen und Autoren haben dafür Sender in zwölf Ländern unter die Lupe genommen: Afghanistan, Bolivien, Ecuador, Kolumbien, Kirgisistan, Mongolei, Republik Moldau, Myanmar, Namibia, Nepal, Nigeria und Serbien.

Die DW Akademie als Deutschlands führende Organisation für internationale Medienentwicklung begleitet seit vielen Jahren Transformationsprozesse von Staatssendern, unter anderem in der Republik Moldau, in der Mongolei und in Myanmar. „Diese Reformen zu unterstützen war und ist nicht immer leicht. Häufig geraten Transformationsprozesse ins Stocken, so dass wir vor der Frage stehen, welche alternativen Wege wir hier einschlagen könnten“, sagt Christian Gramsch, Direktor der DW Akademie. Die vergleichende Studie gebe eine wichtige Orientierung für das weltweite Engagement der DW Akademie.

„Transformation ist möglich“

Die Publikation wirft einen kritischen Blick auf die am jeweiligen Reformkurs beteiligten Akteure und zeigt auf, welchen Anteil diese am Erfolg beziehungsweise Misserfolg hatten. Insbesondere werden die Ansätze der Medienentwicklungsorganisationen analysiert.

„Eine der wichtigsten Erkenntnisse: Die Transformation von Staatssendern ist unter bestimmten Bedingungen durchaus möglich“, sagt Petra Berner, Leiterin Strategie und Beratung der DW Akademie und Mitherausgeberin der Studie. Allerdings sei eine langfristige Strategie erforderlich, die von den beteiligten Akteuren mitgetragen werden müsse. Dazu gehörten die politischen Eliten des jeweiligen Landes, Management und Mitarbeiter des Senders, zivilgesellschaftliche Organisationen sowie die Öffentlichkeit.

Versäumnisse und Verbesserungen

Die Autoren der Studie kommen darüber hinaus zu dem Ergebnis, dass größere Anstrengungen unternommen werden müssten, um die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen für „Public Service Medien“ zu schaffen. Auch bei der konkreten Umsetzung in den Medienunternehmen sehen sie Verbesserungsbedarf: „Die Medienentwicklungsorganisationen haben es oft versäumt, Organisationsentwicklung ernst zu nehmen und die Sender langfristig umzubauen“, so Berner.
Die Edition DW Akademie ist eine neue Reihe zu Themen rund um Medienentwicklung, Medienpolitik und Journalismus.

Edition DW Akademie #02/2014
In the Service of the Public – Functions and Transformation of Media in Developing Countries
Hrsg.: Jan Lublinski, Merjam Wakili, Petra Berner
Bonn 2014, 300 Seiten
Finanziert mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Kontakt DW Akademie:
Daniela Wiesler-Schnalke
Leiterin Strategische Kommunikation (komm.)
T. 0228.429-2034
E-Mail: dw-akademie@dw.de

DW Akademie
Die DW Akademie ist Deutschlands führende Organisation für internationale Medienentwicklung. Seit 1965 engagiert sie sich für die Entwicklung freier, transparenter Mediensysteme, journalistische Qualität und Medienkompetenz. Sie hilft beim Wiederaufbau von Medien nach Krisen und Konflikten und trägt international zur professionellen Ausbildung Medienschaffender bei. In Deutschland bietet die DW Akademie an den Standorten Bonn und Berlin professionelle und interkulturelle Medientrainings sowie seit 2009 in Bonn den Medienstudiengang „International Media Studies“ an, eine Kombination aus Medienentwicklung, Medienmanagement, Journalismus und Kommunikationswissenschaft. Zusätzlich bildet die Akademie den journalistischen Nachwuchs der Deutschen Welle aus.

27. November 2014

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