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Wikileaks

Ecuador will freies Geleit für Julian Assange

Nach dem Ende der schwedischen Ermittlungen gegen ihn hat sich Wikileaks-Gründer Julian Assange auf dem Balkon der ecuadorianischen Botschaft in London gezeigt. Die Regierung in Quito verlangt freies Geleit für ihn.

Schweden hatte zuvor die Vergewaltigungsvorwürfe gegen Julian Assange überraschend fallengelassen. Der Australier lebt seit fast fünf Jahren im selbstgewählten Exil in der Botschaft, weil er eine Auslieferung befürchtet. Bei seinem Auftritt pochte er darauf, ein Recht auf politisches Asyl zu haben.

Daher sei die Behauptung, man könne ihn in Großbritannien festnehmen, "nicht haltbar". Der Konflikt mit Großbritannien und den Vereinigten Staaten sei noch nicht beendet, kündigte er an. Ob er die ecuadorianische Botschaft in London demnächst verlasse, ließ Assange offen.

In Ecuador willkommen

Aus Sicht von Ecuadors Außenminister Guillaume Long muss Großbritannien Assange ziehen lassen. "Der europäische Haftbefehl gilt nicht länger", teilte der Minister vor Journalisten in Quito mit. Wenn Großbritannien eine sichere Passage für Assange garantiere, sei der Australier in Ecuador willkommen, so Long.

Ecuador Außenminister Guillaume Long (Imago/Agencia EFE)

Außenminister Guillaume Long von Ecuador: Der europäische Haftbefehl gilt nicht mehr

Das Asyl Ecuadors sei 2012 aufgrund der Befürchtung einer politischen Verfolgung gewährt worden, sagte Long. "Die Erklärungen von Vertretern der US-Regierung der vergangenen Wochen bestätigen unsere Befürchtungen." Long bezog sich unter anderem auf Aussagen des CIA-Chefs Mike Pompeo im April, der Wikileaks als einen feindlichen Geheimdienst bezeichnet habe. Ecuador werde das Asyl aufrechterhalten, solange diese Befürchtungen weiter bestünden.

uh/pab (dpa, afp, rtr)

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