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Welt

EBLUL - Europas Sprachbehörde

Für Sprachen, die in der EU von Minderheiten gesprochen werden, gibt es ein eigenes Büro in Dublin. Dort koordiniert eine Hand voll Mitarbeiter ein Netzwerk von Sprachkommissionen in den EU-Mitgliedsstaaten.

Im wendischen Kindergarten von Cottbus-Sielow zeigen Kinder ihre Plüschtiere (Foto: dpa)

In Deutschland sprechen noch 7000 Sorben Wendisch. Im Kindergarten wird es wieder gelehrt.

Etwa 46 Millionen EU-Bürger, das sind rund zehn Prozent der Gesamtbevölkerung, sprechen eine Minderheitensprache. Neben den 23 Amtssprachen gibt es über 100 Minderheitensprachen in Europa - von Gälisch bis zu Tschango. Das EBLUL in Dublin will über diese Sprachen informieren, sie konservieren und wissenschaftliche Projekte rund um die Sprachen organisieren. Die Abkürzung steht für "European Bureau for lesser used languages", also europäisches Büro für wenig gesprochene Sprachen.

Comic, der die Vielsprachigkeit der EU darstellt (Quelle: EU-Kommission)

Sprachenvielfalt ist ein Markenzeichen Europas

Die Mini-Behörde wird zwar von der Union finanziert, ist aber nicht offiziell Teil der EU-Bürokratie. Sie versteht sich als Nicht-Regierungsorganisation, in der viele Sprachinteressierte ehrenamtlich tätig sind. EBLUL hat einen Präsidenten, einen Vize-Präsidenten und sechs Aufsichtsräte sowie ein kleines Sekretariat, das in der irischen Haupstadt angesiedelt ist. Das Büro koordiniert die Arbeit der regionalen Sprachkomitees, die sich um die einzelnen Minderheiten kümmern. Einmal im Jahr wird ein Kongress organisiert. 2009 lädt das Büro nach Friesland im Norden der Niederlande ein.

EBLUL besitzt eine Webseite, allerdings hauptsächlich in Englisch, und eine Nachrichtenagentur mit Namen EUROLANG, die Informationen über Minderheitensprachen auch in den jeweiligen Sprachen veröffentlicht.


Autor: Bernd Riegert
Redaktion: Julia Kuckelkorn

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