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Luftverkehr

Easyjet will ins Deutschlandgeschäft

Wer derzeit auf einem innerdeutschen Flug einen Platz ergattern will, hat es nicht immer leicht. Durch die Pleite von Air Berlin sind Kapazitäten verloren gegangen. Davon will jetzt Easyjet profitieren.

Easyjet (picture-alliance/dpa/H. Hanschke)

Easyjet: Neue innerdeutsche Flüge ab Januar?

Der britische Billigflieger Easyjet will im neuen Jahr erstmals auf innerdeutschen Strecken fliegen und damit gegen den Platzhirsch Lufthansa antreten. Ab dem 5. Januar soll es Verbindungen von Berlin nach Düsseldorf, Frankfurt, München und Stuttgart geben, kündigte Easyjet am Mittwoch an. Außerdem werde man 15 internationale Strecken von Deutschland aus anbieten - etwa nach Paris, Wien, Zürich.

Der neue Easyjet-Flugplan für Berlin-Tegel soll wegen früher Abflugzeiten auch für Geschäftsreisende interessant sein. Von der insolventen Air Berlin will Easyjet Teile übernehmen und damit vor allem ihr Berlin-Geschäft ausbauen. Die Nachrichtenagentur Reuters meldete unter Berufung auf Insider, die EU-Kommission werde dafür wohl grünes Licht geben. Eine Entscheidung wird bis zum 12. Dezember erwartet.

Easyjet will mit dem Air-Berlin-Geschäft zum größten Anbieter in der deutschen Hauptstadt werden und greift so auch die Lufthansa-Tochter Eurowings an. Die Briten leasen im Rahmen des Anteilskaufs bis zu 25 A320-Flugzeuge und erwerben Slots. Rund 1000 Air-Berlin-Mitarbeiter wechseln ebenfalls zu Easyjet.

Nummer 1 in Berlin?

"Wenn wir in den nächsten Wochen grünes Licht aus Brüssel bekommen, werden wir die Nummer 1 in Berlin", sagte Easyjet-Manager Thomas Haagensen, der für das Europa-Geschäft zuständig ist,  jüngst in einem Interview.  Easyjet hatte im Oktober seine Pläne zur Übernahme von Teilen der insolventen Air Berlin angekündigt. Die Briten planen mit Beginn der Sommersaison ab dem 25. März 2018 weitere Routen ab Tegel. Bis Herbst will Easyjet 2018 bis zu 25 Maschinen in dem zentrumsnahen Flughafen der Hauptstadt stationieren. Bisher betreibt die Airline zwölf Flugzeuge in Schönefeld nahe Berlin.

Allerdings hat sich auch der irische Konkurrent Ryanair um Start- und Landerechte für neun Flugzeuge am Berliner Flughafen Tegel ab Sommer 2018 beworben. Damit könne Ryanair rund 30 Prozent der verlorenen Air-Berlin-Kapazitäten am Flughafen Tegel ersetzen, teilte das Unternehmen letzte Woche mit. Auch Ryanair hat bisher seine neun Maschinen in Schönefeld stationiert.

Air Berlin hatte Mitte August Insolvenz angemeldet. Große Teile der Maschinen und Slots will die Lufthansa übernehmen. Derzeit prüft die EU-Kommission die Übernahme. Die Lufthansa hat nach Angaben der Behörde bereits Zugeständnisse gemacht - Medienberichten zufolge geht es auch um Slots in Berlin-Tegel.

ar (dpa, rtr, afp)

 

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