Easyjet drängt verstärkt auf den deutschen Markt | Aktuell Deutschland | DW | 26.12.2017
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Luftverkehr

Easyjet drängt verstärkt auf den deutschen Markt

Nach der Pleite von Air Berlin nimmt im innerdeutschen Luftverkehr der Kampf um die Marktanteile Fahrt auf. Der britische Billigflieger Easyjet versucht der Lufthansa-Tochter Eurowings Passagiere abzunehmen.

Auf der Strecke Düsseldorf - Berlin soll es vom 5. Januar 2018 an wöchentlich 40 Flüge mit Easyjet-Maschinen je Richtung geben, deutlich mehr als zunächst angekündigt. Airline-Sprecher Mark Ramsden bestätigte der Deutschen Presse-Agentur in London die Zahlen. Vor drei Wochen sahen die Planungen laut Ramsden noch anders aus. Der Billigflieger von der Insel hatte zunächst 26 Flüge pro Richtung anbieten wollen.

Damit habe Easyjet der Lufthansa-Tochter Eurowings auf der Strecke den Kampf angesagt, hatte das Fachportal "Aerotelegraph" zuvor berichtet. Den Angaben zufolge sollen von Montag bis Freitag sowie am Sonntag sechsmal täglich Flüge nach Berlin-Tegel gehen, nur am Samstag starteten vier Flüge. Das Easyjet-Engagement dürfte die Ticketpreise senken, heißt es im "Aerotelegraph" weiter.

Nach dem Aus von Air Berlin ist die Zahl der inländischen Flugverbindungen drastisch zurückgegangen. Zudem ist Eurowings praktisch zum Alleinanbieter geworden.

"Fliegen zu billig"

Lufthansa-Chef Carsten Spohr wehrte sich gegen Monopolvorwürfe, denen sich der deutsche Marktführer nach der Air-Berlin-Pleite ausgesetzt sieht. Die Easyjet-Flüge auf innerdeutschen Strecken schafften Konkurrenz. "Für uns wird das ein härterer Wettbewerber, als Air Berlin es je war", sagte Spohr der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Spohr hatte in den vergangenen Tagen wiederholt Vorwürfe zurückgewiesen, die Lufthansa habe die Ticketpreise nach der Air-Berlin-Insolvenz in die Höhe getrieben.

Mit Blick auf den Preiskampf im Luftverkehr hatte Spohr erklärt: "Die historischen Tiefstpreise sehen wir hoffentlich nicht mehr, die Flugtickets in Europa sind über Jahre so weit gesunken, dass keine Airline vernünftig davon leben konnte." Wenn die Taxifahrt zum Flughafen mehr koste als der Flug selbst, ist Fliegen zu billig, hatte der Lufthansa-Chef kritisiert.

qu/wa (dpa, rtr)

 

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