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Wirtschaft

EADS-Gewinn bricht ein

Der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS hat 2006 wegen der Krise bei seiner Flugzeug-Tochter Airbus einen dramatischen Gewinneinbruch erlitten. Dank der Rüstungssparte bleibt dem Konzern nur ein Minigewinn übrig.

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Auch für 2007 sagt Airbus einen erheblichen Verlust voraus

Nach einem Überschuss von 1,7 Milliarden Euro im Vorjahr sei 2006 nur noch ein Gewinn von 99 Millionen Euro angefallen, teilte das Unternehmen in Oberschleißheim bei München mit. Damit lag EADS über den Erwartungen von Analysten, die im Schnitt mit einem Verlust von 91 Millionen Euro gerechnet hatten. Der operative Gewinn vor Firmenwertabschreibungen und außerordentlichen Posten sank von 2,9 Milliarden auf 399 Millionen Euro.

Neu aufstellen und sanieren

Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern rechnet auch für das laufende Jahr mit erheblichen Verlusten seiner krisengeschüttelten Tochter Airbus. Der Grund seien die Kosten für das Sanierungsprogramm Power8, für die Entwicklung neuer Versionen des Langstreckenflugzeugs A350 XWB und des Riesenjumbos A380. Mit zwei Jahren Verspätung soll der erste Superjumbo im Oktober ausgeliefert werden. Neben Lieferverzögerungen machte vor allem der schwache Dollar dem Konzern zu schaffen.

Es sei dringend notwendig, Airbus neu aufzustellen und das Sanierungsprogramm mit dem Abbau von 10.000 Arbeitsplätzen umzusetzen, sagten die beiden EADS-Chefs Louis Gallois und Thomas Enders. Gegen den geplanten Stellenabbau und den Verkauf von sechs der 16 Airbus-Werke gibt es massiven Widerstand von Gewerkschaften und Politik - vor allem in Frankreich.

Gewinne mit Rüstung

Helikopter Eurocopter UH-145 (Quelle: EADS)

Schnelle Erfolge sind bei Airbus nicht in Sicht. In diesem Jahr sei bei der Flugzeugbau-Tochter bei 440 bis 450 Auslieferungen zwar mit stabilen Erlösen zu rechnen, hieß es. Auf der Ergebnisseite aber sei beim Flugzeugbauer erneut mit einem deutlichen Verlust zu rechnen. Teilweise ausgeglichen werden können diese Verluste mit den zuletzt gestiegenen Gewinnen in der Hubschrauber-Sparte Eurocopter, im Raumfahrtbereich Astrium, bei den Militärtransportern und im Rüstungsgeschäft. Die Verteidigungssparte, lange Sorgenkind des Konzerns, steigerte das operative Ergebnis im vergangenen Jahr um 73 Prozent. (mb)

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