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Kultur

DW-Weltmusikpreis für "Obertöne auf der Hochalm"

Am Freitag (28.11.) verlieh die Deutsche Welle den DW-Weltmusikpreis. 50 Beiträge aus der ganzen Welt konkurrierten um den Preis.

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Mit dem Weltmusikpreis der DW werden neue Musikprojekte recherchiert

Was passiert, wenn Musiker aus Kirgisien, der Mongolei und Südsibirien mit Jodlern und Alphornbläsern und anderen Musikern aus Österreich und der Schweiz zusammentreffen? Natürlich, sie machen zusammen Musik. Unter dem Projektnamen "Thien Shan Schweiz-Express" reisten die Musiker aus den verschiedenen Bergregionen der Erde im Sommer 2002 durch die Schweiz.

Ulrike Klausmann vom Westdeutschen Rundfunks (WDR) beobachtete das Spektakel. Für die einstündige Reportage "Obertöne auf der Hochalm“, die daraus entstand, bekam sie am Freitag (28.11.) den DW-Weltmusikpreis 2003. Die international besetzte Jury des Weltmusikpreises bezeichnete die Reportage als "ein äußerst bildhaftes Hörerlebnis“.

4000 Euro für Weltmusik

Die DW hatte den mit 4000 Euro dotierten Preis zum siebten Mal zusammen mit der European Broadcasting Union (EBU) ausgeschrieben. Mehr als 50 Beiträge aus aller Welt konkurrierten um den Preis. Erstmals beteiligten sich auch Radiosender aus Australien, Sudan und Vietnam. Der DW-Weltmusikpreis zeichnet Radiosendungen aus, die besonders geeignet sind, Weltmusik einem breiten Publikum näher zu bringen. Neben Inhalt und Präsentation bewertet die Jury vor allem den kreativen Umgang mit dem Medium Radio.

DW-Intendant Erik Bettermann, der die Auszeichnungen in Bonn überreichte, sagte: "Kulturaustausch ist ein entscheidender Aspekt im Bemühen um Völkerverständigung. Weltmusik wiederum ist eine ideale Ausdrucksform. Die Resonanz auf unseren Wettbewerb und die hohe Qualität der eingereichten Beiträge zeigen, dass sich immer mehr Sender auf diese Weise aktiv am Dialog der Kulturen beteiligen.“

Der zweite Preis ging an ...

Auf den zweiten Platz kam ein kanadische Autorenteam: Ann Mac Keigan, Jowi Taylor und Andy Sheppard. Ihr Werk: "Music, Weapon for Peace“, ein Beitrag in der Sendereihe "Global Village“ der Canadian Broadcasting Corporation (CBC) in Toronto. Die Autoren hatten anlässlich des UN-Weltfriedenstages am 21.9. Musiker, die aus Myanmar (Birma) geflüchtet waren, porträtiert. Darüber hinaus stellten die Preisträger eine Gruppe von tibetischen Musikern im Exil vor sowie eine Theatergruppe aus Tansania, die sich dem Kampf gegen Landminen verschrieben hat.

Platz drei dank vietnamesischer Musiker

Mit einer Produktion über zwei vietnamesische Musiker, die nach 40 Jahren erstmals ihre Heimatstadt Hanoi wiedersehen und sich dort mit den Wurzeln traditioneller Musik befassen, belegte die englische Autorin Lucy Duran den dritten Platz beim Weltmusik-Wettbewerb der Deutschen Welle. Den Beitrag hatte BBC Radio 3 in der Reihe "World Routes“ ausgestrahlt.

Weltmusikpreis zur Förderung der Musik

Der DW-Weltmusikpreis ist nicht nur Ehrung, sondern auch ein Förderpreis: Das Preisgeld für die Gewinnersendung wird für die Recherche neuer Weltmusikprogramme eingesetzt. So haben die Preisträger des Jahres 2000 von Radio CBS in Toronto mit Unterstützung des DW-Weltmusikpreises ein Multimediaprojekt im Zusammenhang mit dem RingRing-Musikfestival in Belgrad durchgeführt. Die Preisträger von 1999, das Team um den Belgier Zjakkie Willems von Radio VRT 1 in Brüssel, konnten mit dem Preisgeld ihre "Radio Brazil“-Serie umsetzen (ein achtteiliges Programm mit über 70 in Brasilien geführten Künstlerinterviews). Daniel Browne von Radio France International, Preisträger 1998, mit Unterstützung der DW eine Recherche-Reise auf Kuba unternommen. (iw)

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