1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Pressemitteilungen

DW startet Afrika-Geschichtsprojekt mit Gerda Henkel Stiftung

Die DW hat am 20. Juni auf dem Global Media Forum in Bonn eine Geschichtsserie für junge Afrikaner gestartet. In Webcomics und Radioporträts werden Persönlichkeiten der afrikanischen Geschichte vorgestellt.

Das Projekt „African Roots“, das von der Gerda Henkel Stiftung gefördert wird, schlägt einen historischen Bogen von Dinknesh, alias Lucy, der „Mutter der Menschheit“ aus dem heutigen Äthiopien, über legendäre Herrscher des Mittelalters wie den Mali-König Sundjata Keita bis hin zu Schlüsselfiguren der Unabhängigkeitsbewegung wie Patrice Lumumba. Das Projekt arbeitet mit afrikanischen Quellen, afrikanischen Forschern und afrikanischen Autoren. Die 25 animierten Webporträts werden von der nigerianischen Grafikschmiede Comic Republic  um Jide Martin gezeichnet.    

Zum Launch beim Global Media Forum in Bonn diskutierte ein Expertenpanel aus Kamerun, Uganda und Kenia unter dem Titel „From Lucy To You – Reclaiming African History“ über das Ringen der Afrikaner um eine eigene Geschichtsdeutung. 

„Afrikanische Geschichtsthemen werden in unseren Angeboten besonders stark nachgefragt“, sagte Claus Stäcker, Leiter der Afrika-Programme und Initiator des Projekts. „Gerade junge Nutzer und Hörer beklagen, wie europäisch und kolonial der Geschichtsunterricht geprägt ist und wie wenig sie über die eigenen Heldinnen und Helden erfahren. Hier hoffen wir, mit der fachkundigen Unterstützung der Gerda Henkel Stiftung eine Lücke schließen zu können.“  

„Die Gerda Henkel Stiftung fördert diverse Forschungsvorhaben in Afrika, die der Sicherung und Bewahrung schriftlicher und mündlicher Erinnerung gewidmet sind“, erläutert der Vorsitzende des Vorstands, Dr. Michael Hanssler. „Die Geschichte Afrikas, mit afrikanischen Stimmen erzählt, einem jungen afrikanischen Publikum näherzubringen – diese Kernidee von ‚African Roots‘ möchte die Stiftung unterstützen.“ 

In den nächsten Monaten entstehen 25 Hörfunkporträts und 25 Webcomics in jeweils sechs afrikanischen Verkehrssprachen. 

„Nicht immer haben unsere Redaktionen die berühmtesten Heroen und Heroinnen ausgewählt, wie etwa Nelson Mandela, sondern gerade auch Persönlichkeiten, deren Wirken noch weniger bekannt ist“, erläutert Stäcker. „Außerdem haben wir bewusst nach starken Frauen gesucht, die in den Geschichtsbüchern erst recht unterrepräsentiert sind.“   

Afrikanische Historiker und Kulturwissenschaftler wirken als Experten an der Serie mit. Nachwuchsforscher treten in Live-Chats in einen direkten Dialog mit den Nutzern der DW. 

Die DW-Angebote für Afrika – auf Amharisch, Englisch, Französisch, Haussa, Kisuaheli und Portugiesisch – erreichen wöchentlich etwa 40 Millionen Menschen, zumeist über UKW-Partnersender. Junge Nutzer finden zunehmend über Soziale Netze zur Deutschen Welle. Allein die Zahl der afrikanischen Facebook-Abonnenten hat sich binnen eines Jahres auf 3,2 Millionen verdoppelt.  

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links