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Afrika

DW-Korrespondent in Nigeria misshandelt

Der nigerianische Journalist Ibraheema Yakubu ist bei einem Einsatz geschlagen und festgenommen worden. Die Deutsche Welle protestiert gegen das harte Vorgehen der Polizeikräfte. Das Auswärtige Amt ist informiert.

Die Deutsche Welle protestiert gegen die Misshandlung ihres Korrespondenten in Nigeria. Der DW-Journalist Ibraheema Yakubu wurde bei seiner Berichterstattung über eine Kundgebung in der Stadt Kaduna festgenommen und von Polizisten geschlagen. Bei dem Vorfall am Freitag wurde auch die Ausrüstung Yakubus absichtlich beschädigt. Im Vorfeld hatte er sich gegenüber den Sicherheitskräften vor Ort eindeutig als Journalist zu erkennen gegeben.

"Diese Behandlung eines akkreditierten Journalisten durch die nigerianischen Behörden ist absolut inakzeptabel", heißt es in einem Protestschreiben. Die Deutsche Welle erwartet, dass die Pressefreiheit in Nigeria beachtet wird. Die Misshandlung durch die Polizei erfolgte offenbar, um Yakubu mit einem erzwungenen Geständnis, dass er zu der schiitischen Gruppe der Demonstranten gehörte, zu diskreditieren.

Auswärtiges Amt ist informiert

Die Deutsche Welle informierte das Auswärtige Amt in Berlin über den Vorfall und fordert von den nigerianischen Behörden, die Vorwürfe gegen Yakubu zu widerrufen und die Kosten für die beschädigte Ausrüstung zu übernehmen. Yakubu berichtet für die Haussa-Redaktion der Deutschen Welle.

Die nigerianischen Behörden hatten am Freitag mitgeteilt, der Geheimdienst DSS habe drei Verdächtige festgenommen. Diese hätten auf muslimische Festlichkeiten zum Ende des Fastenmonats Ramadan Anschläge verüben wollen, unter anderem in Kaduna.

wo/kle (DW, afp)