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Pressemitteilungen

DW-Jugendsendung aus Berliner Moschee: Shababtalk auch in Deutschland zu sehen

Gibt es Moscheen in Deutschland, die als Ort zur Radikalisierung junger Menschen missbraucht werden? Die aktuelle Ausgabe der arabischen DW-Jugendsendung Shababtalk kommt aus der Dar Assalam Moschee in Berlin-Neukölln.

Die Folge ist auch in Deutschland zu sehen. Das arabische TV-Programm der DW wird ab Dienstag, 15. Dezember, über den Satelliten Astra 1M in Europa ausgestrahlt.

„Ich fühle mich als ein Teil der deutschen Gesellschaft, auch wenn ich ein Kopftuch trage.“ Das sagte die Studentin Somaya Mater in der populären DW-Sendung Shababtalk, die von Jaafar Abdul Karim moderiert wird. Als „deutsche Moslemin“ wolle sie sich „nicht immer rechtfertigen für das, was Terroristen machen. Ich habe damit nichts zu tun“, so Mater.

Der Berliner Imam Abdel Azim Kamous forderte, der Islam müsse in Deutschland eine stärkere Anerkennung erfahren, das würde Gemeinden, Moscheen und Imame unterstützen. Kamous sagte, er setze auf Aufklärung, um einer Radikalisierung junger Menschen entgegenzuwirken. Er könne aber nicht ausschließen, dass einige Moscheen als Ort „für die Vorbereitung einer Radikalisierung“ missbraucht würden.

Der Autor und Psychologe Ahmad Mansour sagte, er wünsche sich „mehr Selbstkritik aufseiten der Moslems in Deutschland“. Der Sprecher der CDU-Fraktion für Integrationspolitik im Berliner Senat, Burkard Dregger, appellierte an Moslems, sich stärker in die deutsche Gesellschaft einzubringen, beispielsweise durch Eintritt in Vereine oder Parteien. „Manche müssen sich mehr zu Deutschland und zu unseren Werten bekennen“, sagte Dregger. Mansour schlug vor, „dass Imame, Priester und Rabbiner gemeinsam in Schulen unterrichten“.

Shababtalk ist eine der beliebtesten Sendungen beim arabischen Publikum der Deutschen Welle. Die gesellschaftskritische Talkrunde wird am heutigen Dienstag um 17.15 und 21.15 Uhr (MEZ) ausgestrahlt. Ab 15. Dezember ist der arabische TV-Kanal der DW in Europa via Astra 1M zu empfangen. Möglich wird dies durch eine Projektpartnerschaft mit dem Satelliten-Betreiber SES.

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