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Presse

DW auf Deutsch: Multimedial in die Zukunft

Warum stellt die Deutsche Welle die lineare Ausstrahlung ihres deutschsprachigen Hörfunkprogramms ein? Hier finden Sie Antworten auf Fragen zu dieser strategischen Entscheidung der DW.

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Ein Blick zurück: Funkjournal mit Siegfried Berndt am Mikrofon - es war der Start der Sendung im März 1969

Die Deutsche Welle beendet nach fast 60 Jahren die Ausstrahlung des deutschsprachigen Programms in der bisherigen Form am 30. Oktober 2011 – zur Umstellung auf die Winterzeit. Im Kern aus zwei Gründen: Weil wir heute auf anderen Wegen die Zielgruppe der Informationssuchenden in der Welt wesentlich besser erreichen können. Und weil wir nur so unseren gesetzlichen Auftrag auch künftig erfüllen können.

Wie will die DW denn künftig das Publikum in deutscher Sprache erreichen?

Vorrangige Aufgabe des deutschen Angebots ist es, Menschen im Ausland mit Interesse an Deutschland und an der deutschen Sprache ein umfassendes Bild des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens im heutigen Deutschland zu vermitteln. Darüber hinaus gilt es, diesen Menschen deutsche Auffassungen zu wichtigen internationalen Themen darzustellen und zu erläutern. Für diese Zielgruppe sind ein deutschsprachiges TV-Angebot und ein multimediales Online-Angebot in deutscher Sprache nach Überzeugung der Deutschen Welle am besten geeignet. Dieser Entscheidung ging eine fundierte Evaluation voraus, bevor sie in die Aufgabenplanung, die unternehmenspolitischen Strategie für die Jahre 2010 bis 2013, eingeflossen ist. Dieser Aufgabenplanung hat der Deutsche Bundestag mit großer Mehrheit zugestimmt.

Bedeutet das nicht deutlich weniger Information in deutscher Sprache aus Deutschland, Europa und der übrigen Welt?

Im Gegenteil: Denn das Ende der Hörfunkausstrahlung bedeutet nicht das Ende der deutschsprachigen Angebote. Das bisherige Radioprogramm wird vielmehr weiterentwickelt zu einem multimedialen Angebot, mit Informationen und Analyse rund um alle wichtigen Entscheidungen, Entwicklungen und Trends aus Deutschland. Der Online-Auftritt nutzt alle inhaltlichen und technischen Möglichkeiten. Auch auf dieser Plattform stellen wir Deutschland dar, vermitteln deutsche und europäische Perspektiven auf relevante Ereignisse – und fördern die deutsche Sprache.

Hat der deutsche Steuerzahler nicht ein Recht darauf, im Urlaub über Kurzwelle in seiner Muttersprache informiert zu werden?

Dazu muss man wissen: Die Deutsche Welle wendet sich an Informationssuchende im Ausland. Diese Zielgruppe nutzt vorzugsweise Angebote in der jeweiligen Landessprache oder Englisch als Lingua franca. Unsere deutschsprachigen Angebote richten sich an Deutschlernende, Deutschlehrende und weitere Menschen im Ausland mit deutschen Sprachkenntnissen. Für diese Zielgruppe ist ein multimediales Online-Angebot, das sich auch zeitlich versetzt und im eigenen Rhythmus nutzen lässt, am besten geeignet.

Steht das nicht in Widerspruch zum gesetzlichen Auftrag der Deutschen Welle, die deutsche Sprache zu fördern?

Ganz und gar nicht. Denn alle unsere deutschsprachigen Angebote – ob Fernsehen, Online oder Audio-Angebote im Netz – dienen zugleich der Vermittlung und Förderung der deutschen Sprache, denn Deutsch ist für die DW-Zielgruppe in der Regel Fremdsprache. Ein spezielles Angebot sind die Deutschkurse für Menschen in aller Welt, die sich für unsere Sprache und Kultur interessieren.

Wann endet die Verbreitung des linearen Hörfunkangebots auf Kurzwelle, Internet und Satellit?

Die letzte Sendung läuft am 30. Oktober bis 02.00 Uhr MESZ beziehungsweise 00.00 Uhr UTC.

Wird es aus Anlass der Programmeinstellung eine Sondersendung geben?

Ja, am 29. Oktober strahlen wir eine Sondersendung aus, die um 00.00 Uhr UTC zum ersten Mal läuft und dann bis zur Zeitumstellung wiederholt wird. Die Redaktion zieht Bilanz, lässt noch einmal wichtige Ereignisse, auch persönlichen Erinnerungen Revue passieren. Zugleich richtet sie den Blick nach vorn.

Wird es künftig keine Audio-Elemente mehr auf Deutsch geben?

Selbstverständlich kann man bei der DW guten Journalismus auch weiterhin hören: Unsere Podcasts „Wirtschaft“, „Kultur“, „Studi-DW“, „Wissenschaft“, „Bücherwelt“ und „Nachrichten“ sowie Audio-on-Demand-Angebote bleiben erhalten.

In welchen Sprachen sendet die Deutsche Welle ab 1. November noch auf Kurzwelle?

Weiterhin auf Kurzwelle zu empfangen ist die DW in Afrika und Teilen Asiens. Zu hören sind hier die Sendungen auf Amharisch, Haussa, Kisuaheli, Englisch, Portugiesisch und Französisch für Afrika, Chinesisch, Dari, Paschtu und Urdu.

Wo finde ich Informationen über den Sendeplan für die verbleibenden UKW-, MW- und Kurzwellensendungen?

Diese Informationen können Sie auf der deutschen Webseite im Bereich „Empfang“ unter „Frequenzübersichten“ abrufen.

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